Claassen, Emil-Maria
Die Definitionskriterien der Geldmenge
Mülhaupt, Ludwig und Dolff, P.
Grundprobleme der Bankplanung unter besonderer Berücksichtigung der Institute des langfristigen Kredits
Merl, Günther
Die Bestimmung des Absatzpotentials im Rahmen der Zweigstellenplanung von Kreditinstituten
Rudolph, Bernd
Einlegerschutzvorschriften für Kreditinstitute im Richtlinienentwurf der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Silveira, Antonio M.
The Money Supply: The Evidence from the Brazilian Economy
Schmidt, Hartmut
Der Aspekt der Kosten des Wertpapier-Service
Turot, Paul
Kreditkontrollen und Geldmengenregulierung in Frankreich
Jarchow, Hans-Joachim
Theorie und Politik des Geldes
(Heino Faßbender)
Bitz, Michael
Pläne und Maßnahmen zur Vermögensbildung
(Karl-Heinz Dignas)
Peters, Hans-Rudolf
Grundzüge sektoraler Wirtschaftspolitik
(Karl-Heinz Dignas)
Hübl, Lothar
Bestimmungsgründe der nominalen Zinsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland
(Jürgen Siebke)
Claassen, Emil-Maria
“Die Definitionskriterien der Geldmenge“
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, welches Geldmengenkonzept für die Geldtheorie und für die Geldpolitik das geeignetste ist. Alternative "Maße" werden besprochen. Im Laufe der Analyse kristallisieren sich zwei verschiedenartige Definitionskriterien heraus. Auf der einen Seite werden die Geldeigenschaften vom Gesichtspunkt der Geldnachfrager betrachtet. Die Geldmenge wird zu Zahlungszwecken und Wertaufbewahrungszwecken nachgefragt. Sie kann im engeren Sinne als (1) die Menge an Zahlungsmitteln interpretiert werden oder sie kann in einem weiteren Sinne als die Menge an perfekten Wertaufbewahrungsmitteln definiert werden. Letztere können (2) zum Zwecke einer "temporären Kaufkraftaufbewahrung" nachgefragt werden oder (3) als Bestandteil des Vermögens gehalten werden, das der "permanenten Kaufkraftaufbewahrung" dient. Je nach der Akzentuierung der Motive der "Geld- Haltung ergeben sich unterschiedliche Einflussmöglichkeiten der "Geld- Menge auf die Wirtschaft. Auf der anderen Seite kann ein völlig anderes Definitionskriterium vom Gesichtspunkt des Geldangebots entwickelt werden. Dieses stellt auf (4) jene Geldmenge in der Gesamtwirtschaft ab, deren ausstehender Betrag sozusagen exogen, d. h. unveränderlich und unabhängig von den Aktionen der einzelnen Wirtschaftssubjekte ist. Wie wir sehen werden, handelt es sich hier um eine Geldmengendefinition im engsten Sinne.
Welches Geldmengenaggregat die für Geldtheorie und Geldpolitik "richtige" Geldmengendefinition darstellt, kann a priori nicht beantwortet werden. Die Begriffsbestimmung der Geldmenge muss zwei Kriterien erfüllen: erstens, dass "Geld" einen merklichen Einfluss auf die (realen und/oder nominalen) Größen der Wirtschaft ausübt und zweitens, dass eine Trennungslinie zwischen "Geld" und anderen Dingen, die "Nicht-Geld" sind, existiert. Jene Geldmenge muss also als adäquat definiert sein, die sowohl ein enges Substitutionsverhältnis zwischen Geld und Kauf von Gütern als auch ein enges Substitutionsverhältnis zwischen Geld und Kauf von Aktiva besitzt.
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Mülhaupt, Ludwig und Dolff, P.
„Grundprobleme der Bankplanung unter besonderer Berücksichtigung der Institute des langfristigen Kredits“
Planung, d. h. die bewusste Lenkung und Steuerung des Betriebsgeschehens auf ein zur Sicherung der Existenz und des Wachstums für richtig und notwendig gehaltenes Ziel, ist ein Wesenselement jeder Unternehmung. Als in die Zukunft gerichteter Prozess ist sie der Improvisation überlegen, wirft jedoch gerade für die Kreditinstitute aufgrund der Eigenarten bankbetrieblicher Leistung und Leistungserstellung besondere Probleme auf:
Bankleistungen sind Verbundleistungen stoffloser, abstrakter Struktur ohne exakt messbares Mengengerüst.
- Art und Menge der nachgefragten Leistungen schwanken stark; diesen Schwankungen sind die Institute als Dienstleistungsunternehmen unmittelbar ausgesetzt, da sie nicht auf Lager produzieren können.
Die Vorteile der Planung (das frühzeitige Erkennen von Marktunsicherheiten und Reaktion auf deren Auswirkungen sowie schnellere Korrektur der Konsequenzen von Fehlentscheidungen) haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Planung durch die Geschäftsleitungen der Banken stärker betont und systematischer als früher durchgeführt wurde. Die Improvisation als Ergänzung ist aufgrund der Prognoseunsicherheit jedoch auch bei planungsbetonter Bankpolitik unverzichtbar.
Bei der Installierung eines Planungssystems sollte die Planung zunächst in Teilbereichen, die
- eine relativ leicht prognostizierbare Entwicklung aufweisen,
- leicht von anderen Planbereichen abgrenzbar sind,
- einen Engpassbereich darstellen,
beginnen. Der Planungszeitraum der Langfristplanung beträgt, obwohl nicht für alle Institute allgemeingültig festzulegen, in der Regel fünf Jahre, praktikable Planungshorizonte im kurzfristigen Bereich beginnen bei einem halben Jahr, ein Zeitraum von weniger als drei Monaten ist nicht Planung, sondern Disposition. Weiter ist zu beachten, dass der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit der Bankplanung zwar Grenzen setzt, quantifizierte Aussagen über Nutzen und Kosten der Planung aber nicht möglich sind.
Besonderheiten für Institute des langfristigen Kredits liegen darin, dass wegen des schmaleren Leistungssortiments der Umfang der Planungsaufgaben geringer, andererseits aber besonders vom Konjunkturverlauf und der Kapitalmarktentwicklung abhängig ist, was um so problematischer wird,
- je größer der Anteil des Neugeschäfts am Gesamtgeschäft und
- je größer die Zahl der Großkunden ist.
Wegen der relativ schwachen Kundenbindung sind die Institute des langfristigen Kredits stärker konkurrenzabhängig, außerdem können sie nicht so flexibel auf Marktänderungen reagieren wie die Universalbanken. Im Rahmen der Zielplanung ist das Zielsystem einer Bank aus ihrem Grundauftrag abzuleiten. Zu unterscheiden sind dabei Sicherungsziele (Mindestziele, die dem Hauptziel untergeordnet sind und der Existenzsicherung dienen) und Auftragsziele, Ziele für die Geschäftsbereiche also, die dem öffentlichen Auftrag verpflichtet sind. Auftragsziele können von anderen Zielen kurzfristig verdrängt werden, wenn die Realisierung der Sicherungsziele gefährdet erscheint.
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Merl, Günther
„Die Bestimmung des Absatzpotentials im Rahmen der Zweigstellenplanung von Kreditinstituten“
Die mit der zunehmenden Verdichtung des Geschäftsstellennetzes verbundene Beschränkung der potentiellen Geschäftsmöglichkeiten und die steigenden Kosten im Personal- und Sachbereich erfordern eine sorgfältige Überprüfung der Investitionsentscheidung bei der Eröffnung neuer Zweigstellen. Dabei kommt der Ermittlung des zu erwartenden Absatzpotentials eine entscheidende Bedeutung zu, da der Erfolg einer Zweigstelle wesentlich vom Geschäftsumfang bestimmt wird.
Da das absatzpolitische Mittel Zweigstellenpolitik vor allem auf die gegenüber räumlichen Präferenzen empfindlichen Kunden abzielt, beschränkt sich die Geschäftstätigkeit der Zweigstellen vor allem auf das Geschäft mit der Publikumskundschaft (Mengengeschäft), wobei hier wiederum - unter dem Gesichtspunkt der Bilanzwirksamkeit - das Schwergewicht auf dem Spareinlagengeschäft liegt. Das zu erwartende Spareinlagenvolumen einer Zweigstelle ergibt sich aus der zu erwartenden Anzahl der Sparer multipliziert mit dem zu erwartenden Durchschnittsguthaben je Sparer. Beide Werte lassen sich aus den Erfahrungen bei bestehenden Zweigstellen ableiten. Dabei ist es wesentlich, die Determinanten zu kennen, von denen die Höhe des Marktanteils abhängt. Neben der mittleren Entfernung der potentiellen Kunden zur Zweigstelle sind hier vor allem das Bevölkerungswachstum in Verbindung mit der Kontrahierungsneigung, die Konkurrenzintensität, die Anzahl der Auspendler und das Alter einer Zweigstelle zu nennen. Ebenso sind die Faktoren zu ermitteln, von denen die Höhe des Durchschnittsguthabens je Sparer abhängt. Überträgt man diese bei bestehenden Zweigstellen gewonnenen Daten auf das Marktgebiet geplanter Geschäftsstellen, so lässt sich über die zu erwartende Anzahl der Sparer und über das voraussichtliche Durchschnittsguthaben das zu erwartende Spareinlagenvolumen ableiten. Bei der Bestimmung des Absatzpotentials der sonstigen Leistungen kann ähnlich vorgegangen werden.
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Rudolph, Bernd
„Einlegerschutzvorschriften für Kreditinstitute im Richtlinienentwurf der Kommission der Europäischen Gemeinschaften“
Bei der Koordinierung des Bankaufsichtsrechtes in den EG-Staaten kommt der Behandlung der Gläubigerschutzbestimmungen eine besondere Bedeutung zu. In dem von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Juli 1972 vorgelegten Entwurf einer Richtlinie ist vorgesehen, daß die Bankaufsichtsbehörden der Gemeinschaftsstaaten in Zukunft bei der Beurteilung der Liquidität und der Solvenz von Kreditinstituten von einem Eigenkapital-, einem Beteiligungs- und drei Liquiditätsrichtsätzen ausgehen. In dem vorliegenden Beitrag wird versucht zu beurteilen, ob die im Richtlinienentwurf formulierten Eigenkapital- und Liquiditätsrichtsätze auf das Einlegerschutzziel sachgerecht zugeschnitten sind.
Die Solvenz der Kreditinstitute wird nach dem Eigenkapitalrichtsatz des Richtlinienentwurfs dann für ausreichend gehalten, wenn die mit den Bankaktiva verbundenen Vermögensverlustrisiken durch eigene Mittel gedeckt sind. Da die Messung dieser Risiken allein durch unterschiedlich hohe Abschläge auf die in drei Risikoklassen eingeteilten Anlagen der Banken vorgenommen werden soll, bleibt im Entwurf unberücksichtigt, dass ein wirksamer Insolvenzschutz nur dann gewährleistet ist, wenn die Geschäftspolitik der Banken auch auf die Vermeidung von Großausfällen bei einzelnen Kreditnehmern und die Kumulation gleichartiger Risiken bei Kreditnehmern einer Branche gerichtet ist. Neben dem fehlenden Diversifikationsangebot erscheint im Richtlinienentwurf besonders bedenklich, dass die risikomäßige Beurteilung der Kreditengagements an Hand der Besicherungsgrundlage der Kredite vorgenommen werden soll.
Die Überwachung der Zahlungsfähigkeit und Zahlungsbereitschaft der Kreditinstitute erfolgt im Richtlinienentwurf nach dem Konzept der Bodensatztheorie. Die Anlagen in Aktiva bestimmten Liquiditätsgrades werden durch drei Verhältniszahlen auf Teile der Bestände an Finanzierungsmitteln bestimmter Fristigkeit begrenzt. Nach der vorliegenden, nicht ganz eindeutigen Fassung des Entwurfs könnten Banken wegen der nicht vorgesehenen Anrechenbarkeit von Deckungsüberschüssen in den längerfristigen bei den kürzerfristigen Richtsätzen zu einer weitgehenden Ausschöpfung der Fristverlängerungsmöglichkeiten in den längerfristigen Schichten angeregt werden.
Der Richtlinienentwurf sollte nicht nur im Hinblick auf spezielle Definitionen und Abgrenzungen, sondern auch vom Konzept her im Hinblick auf das Ziel des Schutzes der Bankeinleger überdacht werden.
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Silveira, Antonio M.
“Die Geldversorgung: Erkenntnisse aus dem Fall Brasilien”
Die Studie analysiert den Geldversorgungsprozess der brasilianischen Wirtschaft von 1948 bis 1967. Während dieser Periode belief sich die durchschnittliche Preissteigerungsrate auf jährlich 31 %, während die Geldversorgung mit einer jährlichen Rate von 36 % stieg. Ein Blick auf die institutionellen Regelungen zeigte, dass während dieser 20 Jahre die Geldbehörden vom Präsidenten abhängig waren.
Im einzelnen werden die technischen Möglichkeiten zur Kontrolle der Geldmenge betrachtet. 96 % der Geldmenge wird durch die Geldbasis bestimmt, wobei die Expansionsrate mit 2,35 geschätzt wird. Die Geldbehörden hatten die technische Möglichkeit einer Kontrolle mit Hilfe der Diskont- und der Mindestreservepolitik. Man kommt zu dem Schluss, dass von der "Feinsteuerung" abgesehen, die Behörden durchaus die Mittel hatten, den Geldumlauf zu kontrollieren.
Des weiteren wird in dem Aufsatz die Frage einer uneingeschränkten Kontrolle der Geldbasis untersucht. Sie wird begründet durch die Fiskalpolitik, durch Änderungen der Währungsreserven und durch den Zielkomplex, der von der Geldbehörde bestimmt wird. Die Geldbehörden steuern teilweise gegen den Effekt der Defizite und der Veränderungen der Währungsreserven an. Preisstabilität und das Vermeiden von Schwankungen im Produktionswachstum scheinen eine signifikante Wirkung auf die Geldbasis zu haben. Die Daten zeigen die Unabhängigkeit der Faktoren, die die Geldangebots- und -nachfragefunktionen beeinflussen. Die Exogenität der Geldbasis und die Fähigkeit der Geldinstanzen zur Kontrolle wird sogar in diesem extremen brasilianischen Fall bestätigt.
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Schmidt, Hartmut
„Der Aspekt der Kosten des Wertpapier-Service“
Die Zahl der Aktionäre in der Bundesrepublik hat sich in den letzten zwanzig Jahren vervielfacht, während der durchschnittliche Aktienbestand pro Depot in diesem Zeitraum stark abfiel. Wegen ihrer positiven gesamtwirtschaftlichen Aspekte ist diese Entwicklung gefördert und begrüßt worden. Für die Emittenten jedoch erhöhten sich dadurch die Kosten des Wertpapierdienstes um mehrstellige Millionenbeträge, besonders seit dem Inkrafttreten des neuen Aktiengesetzes.
In den Vereinigten Staaten sind mehr und mehr Gesellschaften dazu übergegangen, von Zeit zu Zeit eigene Aktien zu erwerben. In einer Reihe von Fällen wurden auf diese Weise Kleinaktionäre ausgekauft und so die Kosten des Wertpapierdienstes und die Eigenkapitalkosten reduziert. Auch in Deutschland könnten diese Kosten über die Konzentration von Streubesitz verringert werden, jedoch nur unter erschwerenden Bedingungen. Solche Transaktionen lassen sich formell wie Investitionsprojekte behandeln, wie die Ansätze zur Berechnung des Nettobarwertes und des optimalen Umfangs von Konzentrationsaktionen zeigen. Dass derartige Aktionen in Deutschland bisher nicht beobachtet werden konnten, dürfte hauptsächlich auf die herrschenden Tendenzen der deutschen Vermögenspolitik zurückzuführen sein.
Ohnehin kann das Problem der Wertpapierkosten durch Konzentrationsaktionen nur für einzelne Emittenten gelöst werden. Die Gesamtheit der Unternehmen ist auf Kleinaktionäre angewiesen. Da es ein Kleinaktionärsproblem aber kein Kleingläubigerproblem gibt, stellt sich die Frage, ob Spezialinstitute Losgrößentransformation im Bereich von Aktien ebenso erfolgreich arbeiten könnten wie die Kreditinstitute im Bereich der Forderungs-Titel. Die Erfahrung deutscher Investmentfonds legt eine negative Antwort nahe. Jedoch kann auch bei solchen Spezialinstituten, anders als bei Investmentfonds, eine gewisse Garantie der Rendite neben die Risikotransformation nur durch Diversifikation und neben die Lodgrößentransformation treten. So kämen sie dem bewährten Modell der Kreditinstitute erheblich näher.
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Turot, Paul
„Kreditkontrollen und Geldmengenregulierung in Frankreich“
Frankreich ist ohne Zweifel das Industrieland, in dem die Mechanismen der Kreditkontrolle und der Geldmengenregulierung am häufigsten geändert wurden, einmal wegen der in jüngster Zeit erzielten Fortschritte in den industriellen und finanziellen Strukturen, andererseits wegen der Aufmerksamkeit, die man den Bestimmungen widmet, die zur Verteidigung des Außenwertes des Franc geeignet sind. Der Autor beschreibt in einer historischen Einführung, welche überkommenen Finanzierungsmethoden der Unternehmen (Benutzung des Wechsels) und weiche Gewohnheiten der Bevölkerung (hoher Anteil der Banknoten an der gesamten Geldmenge) die Wirksamkeit moderner Kontrollmittel bremsen können. Sodann werden in erster Linie die bestehenden Beschränkungen beschrieben, die für Gebietsfremde gelten, die in Frankreich Mittel anlegen, verleihen oder leihen wollen; dabei ist man bemüht, eine gewisse Freiheit der Kapitalbewegungen zu erhalten. Anschließend werden die im Inland geltenden Kontrollen dargestellt, insbesondere die Mindestreserven auf Sicht- oder Termineinlagen, der Mindestbestand an mittelfristigen Papieren oder Schuldverschreibungen, den die Banken halten müssen. Ausführlich wird auf das Instrument der Reserven auf den Kreditzuwachs und schließlich auf die Zusatzreserven auf diesen Zuwachs eingegangen, die praktisch einer Plafondierung gleichkommen. Alle diese Maßnahmen werden durch verschiedene jüngere Eingriffe ergänzt, die das im Jahre 1967 grundsätzlich aufgegebene Konzept selektiver qualitativer Kontrollen wieder einführen. Der Autor ist der Ansicht, dass diese komplizierten Bestimmungen eines Tages denjenigen anderer Länder in der EG angeglichen werden sollten. Er ist hinsichtlich ihrer Wirksamkeit sehr skeptisch, besonders weil den Strukturunterschieden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
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