Kouri, Pentti J. K.
Die Hypothese konterkarierender Kapitalströme
Kath, Dietmar
Der internationale Inflationsmechanismus und die Reform des Weltwährungssystems
Görgens, Egon
Umverteilung von Sonderziehungsrechten als Instrument der Entwicklungshilfefinanzierung
Polasek, Metodey
IMF Special Drawing Rights and Economic Aid to Less Developed Countries
Rühl, Frank
Optimale Abgrenzung von Währungsgebieten: Ein Literaturüberblick
Borchert, Manfred
Die Zinsabhängigkeit der Geldnachfrage. Eine theoretische und empirische Analyse
(Wolfgang Schröder)
Maurer, Hermann
Die schweizerische Wechselkurspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg
(Rolf Caesar)
Ritzmann, Franz
Die Schweizer Banken. Geschichte – Theorie - Statistik
(Henning Osthues-Albrecht)
Kouri, Pentti J. K.
“Die Hypothese konterkarierender Kapitalströme“
Ausgehend von einer monetären Theorie der Zahlungsbilanz analysiert der Beitrag die Beziehungen von Geldpolitik und Kapitalverkehr für die Bundesrepublik Deutschland. Er zeigt, welche Möglichkeiten in einer offenen Volkswirtschaft mit liberalisiertem Kapitalverkehr und festen Wechselkursen bestehen, eine autonome Geldpolitik zu betreiben, und welche Konsequenzen aus einer derartigen Politik resultieren.
Grundlage der empirischen Analyse ist ein ökonometrisches Modell, das unter der Hypothese hoher Kapitalmobilität davon ausgeht, dass die Kapitalbewegungen in und aus der Bundesrepublik sowie das inländische Zinsniveau abhängig sind von Vermögensbestand und Einkommen im In- und Ausland, vom ausländischen Zinsniveau, von den Wechselkurserwartungen, den Veränderungen der Nettoinlandsforderungen der Zentralbank sowie der Bilanz der laufenden Posten. Diese beiden Schätzgleichungen - die Kapitalverkehrsgleichung und die Zinsgleichung - beinhalten, dass in offenen Volkswirtschaften mit festen Wechselkursen das kurzfristige Gleichgewicht der Finanzmärkte über Anpassungen des inländischen Zinssatzes und durch Zu- bzw. Abflüsse von Auslandskapital hergestellt wird. Ist die Kapitalmobilität hoch, so erfolgt bei festen Wechselkursen die Anpassung größtenteils über den Kapitalverkehr.
Die Schätzergebnisse der Kapitalverkehrs- und der Zinsgleichung zeigen deutlich, daß die geldpolitischen Maßnahmen in der Bundesrepublik in einem erheblichen Ausmaß von Kapitalzuflüssen aus dem Ausland konterkariert wurden. Da der Regressionskoeffizient für diese konterkarierenden Wirkungen jedoch signifikant kleiner als eins ist, besteht für die Bundesbank prinzipiell die Möglichkeit einer Kontrolle des Geldangebots, sofern sie die Wirkungen der Zahlungsbilanzsalden auf die Geldbasis neutralisiert. Das wiederum offenbart, dass die Notwendigkeit zu Interventionen auf dem Devisenmarkt weniger aus Ungleichgewichten im Außenhandel als vielmehr aus dem Versuch einer autonomen Geldpolitik bzw. der Notwendigkeit resultiert, Störungen der Kapitalverkehrsbilanz zu neutralisieren. Autonome Geldpolitik, Freizügigkeit der Kapitalströme und feste Wechselkurse sind - wie die Untersuchung zeigt - nur sehr schwer, wenn überhaupt, miteinander zu vereinbaren.
hoch
Kath, Dietmar
„Der internationale Inflationsmechanismus und die Reform des Weltwährungssystems“
In den letzten Jahren zeigt sich eine weltweite Tendenz zur Akzeleration der Inflationsgeschwindigkeit in Verbindung mit einer internationalen Nivellierung der Geldwertänderungsraten.
Im vorliegenden Beitrag wird der Versuch zur Begründung der These unternommen, dass dieses Phänomen auf eine starke monetäre Expansion auf der Grundlage eines kräftigen Wachstums der internationalen Liquidität zurückzuführen ist. Dabei zeigt sich, dass dieser Zusammenhang mit Hilfe der keynesianisch orientierten Außenhandelstheorie nicht schlüssig erklärt werden kann, da die einzelnen Volkswirtschaften mit der Geld- und Fiskalpolitik sowie durch Auf- und Abwertungen über Instrumente verfügen, um aus einem weltweiten Inflationsmechanismus ausscheren zu können.
Im Unterschied zu der am Einkommenskreislauf der einzelnen Volkswirtschaften orientierten keynesianischen Wirkungsanalyse außenwirtschaftlicher Einflussfaktoren fasst die monetaristische Interpretation die Weltwirtschaft - sofern die nationalen Währungen durch feste Wechselkurse miteinander verknüpft sind - als ein System auf, in dem Geldmenge, Preisniveau und Zinssätze zentral bestimmt werden: Die Geldmenge durch das Wachstum an internationaler Liquidität, Preise und Zinssätze über den internationalen Preiszusammenhang. In einer einzelnen Volkswirtschaft findet die Geldnachfrage, die von der Entwicklung des Einkommens abhängig ist, über die internationalen Finanzmärkte stets das entsprechende Geldangebot. Die nationale Notenbank kann durch ihre Politik allein bestimmen, welchen Anteil die außenwirtschaftliche und welchen die binnenwirtschaftliche Komponente bei der Zentralbankgeldschöpfung aufweisen. Auch Auf- und Abwertungen sind in monetaristischer Sicht Maßnahmen, die allein kurzfristig geeignet sind, den internationalen Preiszusammenhang zu durchbrechen.
Auf diesem theoretischen Hintergrund werden im Abschnitt II Möglichkeiten erörtert, den internationalen Inflationsmechanismus durch eine Reform des Weltwährungssystems aufzulösen. Für das Reformkonzept des sogenannten "Zwanziger-Ausschusses" beim IMF, das weiterhin von festen aber anpassungsfähigen Paritäten ausgeht, ergibt sich in dieser Hinsicht eine ungünstige Beurteilung. Im Vergleich dazu erscheinen flexible Wechselkurse als die bessere Lösung, da sie den abweichenden Interessen der einzelnen Länder bezüglich der Realisierung der konkurrierenden Ziele nach Preisstabilität und hohem Beschäftigungsstand in größtmöglicher Annäherung Rechnung trägt. Zwar können sie eine durch binnenwirtschaftliche Ursachen bedingte Inflation nicht verhindern, sie schalten jedoch außenwirtschaftliche Einflüsse auf das nationale Preisniveau und seine Veränderungen aus.
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Görgens, Egon
„Umverteilung von Sonderziehungsrechten als Instrument der Entwicklungshilfefinanzierung ("Link")“
Von den Entwicklungsländern wird die Forderung erhoben, die Industrieländer sollten 25-75% ihrer Sonderziehungsrechte (SZR) zur Entwicklungshilfefinanzierung abtreten. Die Diskussion über diesen "Link" konzentrierte sich bislang auf die Frage möglicher nachteiliger Folgen; besondere Vorteile gegenüber der konventionellen Entwicklungshilfe werden hingegen kaum genannt. Viele der Argumente für oder gegen den "Link" sind nicht spezifisch, sondern zeigen ökonomische Wirkungen auf, die generell von der Entwicklungshilfe ausgehen können.
Das wohl wichtigste Argument gegen den "Link" ist seine Inflationsgefahr. Bei der derzeitigen Größenordnung der Schaffung von SZR sind die möglichen inflationären Wirkungen ihrer Umverteilung für die Entwicklungshilfefinanzierung jedoch quantitativ unbedeutend. In diesem Falle kann sich allerdings auch kein nennenswerter quantitativer Vorteil für die Entwicklungsländer ergeben; die Erhöhung der Entwicklungshilfe betrüge im günstigsten Falle etwa 3% der von den DAC-Ländern allein geleisteten jährlichen Hilfe. Sehr wahrscheinlich würde selbst diese geringfügige Erhöhung nicht stattfinden, damit einer kompensatorischen - oder sogar überkompensatorischen - Reduktion der bisherigen Entwicklungshilfe gerechnet werden kann.
Da bislang auch kein Nachweis für die behauptete Vorteilhaftigkeit einer (mit der "Link-Hilfe" einhergehenden) Multilateralisierung der Entwicklungshilfe vorliegt, ist selbst aus der Interessenlage der Entwicklungsländer die Einführung einer Koppelung von SZR und Entwicklungshilfe nicht einsichtig. Für die Industrieländer könnte der "Link" sogar eine willkommene Gelegenheit bieten, ihre bisherige Belastung durch Entwicklungshilfeleistungen abzubauen. Möglicherweise ist dies einer der Gründe, warum einzelne Industrieländer ihren ursprünglichen Widerstand gegenüber dem "Link" bereits aufgegeben haben.
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Polasek, Metodey
„IMF-Sonderziehungsrechte und Entwicklungshilfe“
Das Problem eines "Link" zwischen der Entwicklungshilfe und den IMF-Sonderziehungsrechten ist seit deren Einführung Gegenstand einer ausgedehnten Kontroverse. Die Gegner des "Link" bestehen darauf, den Charakter des Systems der Sonderziehungsrechte auf die Schaffung von Reserven zu begrenzen, ohne darin gleichzeitig einen Mechanismus für den Transfer von realen Ressourcen zwischen bestimmten Teilnehmergruppen einzubauen; nach ihrer Auffassung würde die Einführung eines "Link" das Risiko mit sich bringen, andere wichtige Formen der Entwicklungshilfe zu beeinträchtigen, so daß die Bereitstellung von Sonderziehungsrechten erschwert und die weltweite Inflationierung gefördert würde. Demgegenüber geben andere Ökonomen zwar zu, daß diese Gefahren vermieden werden müssen, doch bezweifeln sie, daß der Mechanismus der Sonderziehungsrechte in bezug auf den internationalen Transfer von Ressourcen "neutral" sein könnte bzw. sollte, solange derartig große Unterschiede im Einkommen, der ökonomischen Struktur und der Spar- und Kapitalbildungsrate zwischen den wirtschaftlich entwickelten und unterentwickelten Mitgliedern bestehen. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den Hauptproblemen dieser Kontroverse sowohl im Lichte der aktuellen Erfahrungen mit den Sonderziehungsrechten als auch vor dem breiteren Hintergrund der Entwicklungshilfebemühungen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Unter Verwendung von Zahlen, die die Inanspruchnahme von Sonderziehungsrechten durch verschiedene Teilnehmergruppen aufzeigen, wird im ersten Teil der Versuch einer Bewertung derjenigen Ressourcenströme zwischen entwickelten und unterentwickelten Ländern unternommen, die wahrscheinlich das Resultat des gegenwärtig praktizierten Systems der Sonderziehungsrechte sind; die Ergebnisse werden dann mit anderen Formen der offiziellen Entwicklungshilfe verglichen. Im zweiten Abschnitt werden die wichtigsten Kritikpunkte dargestellt, die gegen die traditionellen Formen der Entwicklungshilfe erhoben wurden. Die Diskussion des dritten Abschnitts konzentriert sich auf die Techniken und Probleme, die mit einer Verteilung von erhöhten Sonderziehungsrechten an Entwicklungsländer verbunden sind. Abschließend werden die Vorzüge eines "organic link" - einer Methode der Finanzierung von Projekten der Entwicklungshilfe mit Sonderziehungsrechten über bereits existierende Kapitalmärkte - diskutiert, wobei die externe Schuldenlast der Entwicklungsländer berücksichtigt wird.
Die Ergebnisse der Untersuchung stützen die Ansicht, dass das System der Sonderziehungsrechte in seiner gegenwärtigen Form realistischerweise in bezug auf den Transfer realer Ressourcen zwischen einkommensstarken und - schwachen Ländern nicht als "neutral" angesehen werden kann; solange die Form der Inanspruchnahme von Sonderziehungsrechten wie in den Anfangsstadien ihrer Einführung anhält, werden die Netto-Ressourcengewinne der unterentwickelten Länder insgesamt zwischen 7 und 10 Prozent betragen, unabhängig davon, wie die Sonderziehungsrechte verteilt sind. Zweitens erscheint es notwendig, die gegenwärtige Basis für die Zuteilung von Sonderziehungsrechten erheblich zu ändern, wenn der "direct link" einen bedeutsamen Beitrag für die Ressourcenströme in Entwicklungsländern leisten soll. Schließlich besteht der wesentliche Vorzug des "organischen link" darin, dass er eine technisch praktikable Methode darstellt, die Bedingungen der Vergabe von Entwicklungskrediten zu verbessern.
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Caesar, Rolf
„Monetäre Wirkungen eines Multiwährungs-Interventionssystems mit Saldenausgleich - Untersucht am Beispiel der europäischen Währungsschlange“
Durch den Übergang zum Blockfloating in der EWG haben die beteiligten Länder einen wesentlichen Teil ihrer stabilitätspolitischen Autonomie zurückgewonnen. Jedoch kann keine Rede davon sein, daß damit die nationale Geld-Politik völlig unabhängig von der monetären Entwicklung in den europäischen Partnerländern geworden sei. Dies beruht wesentlich darauf, daß die innerhalb der Gemeinschaft geltenden Interventions- und Saldenausgleichsvereinbarungen unter bestimmten Voraussetzungen direkte und gewissermaßen "automatische" Konsequenzen für die Liquiditätsversorgung in Gemeinschaftswährungen und damit für die Geldpolitik der betroffenen Länder haben können. Mit den monetären Wirkungen eines solchen Systems, wie es seit 1972 in der EWG besteht, beschäftigt sich die vorliegende Abhandlung. Sie betrachtet zunächst die grundsätzliche Funktionsweise des Systems der Euro-Schlange. Anschließend werden die Effekte untersucht, die von diesem System auf die internationale Geldversorgung ausgehen können. Dabei werden anhand eines vereinfachten Beispiels zunächst die Wirkungen bei normalem Ablauf des Systems und danach bei Anwendung verschiedener Ausnahmeregelungen analysiert. Es ergibt sich, dass in den meisten Fällen auch nach der Finanzierung des Saldenausgleichs nicht unerhebliche expansive oder kontraktive Nettoeffekte auf den internationalen Geldumlauf in den betroffenen Währungen verbleiben (,reine Netto-Liquiditäts-Effekte'). In einigen Fällen treten zwischenzeitlich Liquidisierungs- bzw. Liquiditätsentzugseffekte auf, die jedoch durch die Art der Finanzierung des Saldenausgleichs wieder rückgängig gemacht werden ("time-lag-Effekte"). Diese Veränderungen der internationalen Geldversorgung mit Gemeinschaftswährungen schlagen nun in vollem Maße auf die nationale Geldversorgung durch. Aus der Sicht der geldpolitischen Instanzen dürften die Netto-Liquiditäts-Effekte ebenso wie die time-lag-Effekte in der Regel unerwünscht sein, da sie eine Durchkreuzung der geldpolitischen Strategie bedeuten; lediglich in gewissen Sonderfällen könnten die Wirkungen der Euro-Schlange als willkommen angesehen werden. Es stellt sich damit die Frage, ob die Zentralbanken der betroffenen Länder versuchen sollten, die Effekte des Systems zu verhindern oder zu kompensieren. Während dies bei den time-lag-Effekten kaum erfolgversprechend erscheint, sind geldpolitische Maßnahmen gegen die Netto-Liquiditäts-Effekte durchaus möglich. Damit werden aber nur die Wirkungen, nicht die Ursachen der Interventionen beeinflusst, und es besteht die Gefahr einer Wiederholung des gesamten Prozesses. Wechselkurspolitische Maßnahmen könnten zwar ein Gegenmittel darstellen, würden jedoch das System selbst sprengen. Letztlich wirft das System der Euro-Schlange das alte Problem der Unvereinbarkeit von festen Wechselkursen einerseits und unterschiedlicher Wirtschaftsentwicklung in verschiedenen Ländern andererseits von neuem auf. In seiner gegenwärtigen unzureichenden Form dürfte es auch in Zukunft eher zu einer Gefährdung als zu einer Stärkung der europäischen Integration beitragen.
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Rühl, Frank
„Optimale Abgrenzung von Währungsgebieten: Ein Literaturüberblick“
Der Artikel führt in das theoretische Konzept des optimalen Währungsgebietes ein und befasst sich mit dessen Fortentwicklung und der Kritik, die ihm gewidmet worden ist. Ein erster Teil behandelt eingehend die grundlegenden Darstellungen von Mundell, McKinnon und Kenen. Er stellt die Tatsache in den Vordergrund, dass die Ansätze der beiden Erstgenannten streng genommen nicht auf einen Nenner gebracht werden können, sondern zwei sich ergänzende Kriterien darstellen, die das Problem, wie weit sich ein optimales Währungsgebiet erstrecken sollte, von zwei verschiedenen Gesichtspunkten behandeln, wobei sich Mundell auf die reale, McKinnon dagegen auf die monetäre Seite der Wirtschaft konzentriert. Kenens Beitrag stellt ein drittes Kriterium, das der Diversifikation einer Volkswirtschaft, zur Diskussion.
Im zweiten Teil des Artikels werden verschiedene Weiterentwicklungen besprochen. Flemings Versuch, die Vor- und Nachteile einer Währungsunion gegenüber dem System sprungfixer Wechselkurse zu bestimmen, Sohmens Betonung der Konvertibilität einer Währung gegenüber der einseitigen Behandlung der Wechselkursfluktuationen bei verschiedenen Währungssystemen, sowie schließlich Alibers Ansatz, der systematisch Überlegungen über Ungewissheit in die Analyse einführt und zu einer Abwägung ("trade-Off") zwischen größerer Effizienz fixer Wechselkurse und größerer geldpolitischer Unabhängigkeit bei flexiblen Kursen gelangt. Auf einer andern Ebene liegen die wohlfahrtstheoretischen Beiträge von Jerome Stein, Lanyi, Grubel und De Cecco, wobei vor allem Lanyis Analyse eingehend behandelt wird.
Der Artikel schließt mit der Besprechung einiger neuerer Beiträge von Laffer und Mundell, die Argumente für feste Wechselkurse sammeln, und der von Balassa und Haberler geäußerten Kritik. Als Endpunkt dieser theoretischen Entwicklung lässt sich festhalten, daß wahrscheinlich die weitere Fruchtbarkeit des Konzeptes eines optimalen Währungsgebietes beschränkt sein wird. Wie Swoboda bemerkt, wird es sich in Zukunft darum handeln, lebensfähige ("viable") Währungsgebiete zu umschreiben. Die Diskussion um das optimale Währungsgebiet hat aber zu differenzierten Analysen geführt und einige Ergebnisse gezeitigt, welche die einfache Fragestellung "feste oder bewegliche Wechselkurse" differenziert und den Bedürfnissen der währungspolitischen Praxis angenähert haben.
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