Mayekawa, Haruo
Monetary Policy in Japan: A Review of its Conduct During the Past Ten Years
Lucia, Joseph L.
The Empirical Validity of Central Banking Theories in the United States of America: An Evaluation
Nölling, Wilhelm
Staatsverschuldung ohne Ende?
Timmermann, Vincenz
Produktionsstruktur, Nachfragestruktur und Beschäftigung in einer wachsenden Wirtschaft
Scholz, Walter
Zinsänderungsrisiken im Jahresabschluß der Kreditinstitute
Von Rosen, Rüdiger
Belgrader Währungskonferenz im Zeichen weltweiter Inflationsbeschleunigung
Laidler, David E. W.
The Demand for Money: Theories and Evidence
(Manfred Borchert)
Teigen, Ronald L. (Editor)
Readings in Money, National Income and Stabilization Policy
(Ernst Baltensperger)
Stützel, Wolfgang
Volkswirtschaftliche Saldenmechanik. Ein Beitrag zur Geldtheorie
(Manfred Teschner)
Dreißig, Wilhelmine (Hrsg.)
Probleme des Finanzausgleichs I
(Paul-Helmut Huppertz)
Zippel, Wulfdieter
Gegenstand und Analyse der Pläne zur Neugestaltung der internationalen Geldverfassung
(Wolfgang Filc)
Klein, John J.
Money and the Economy
(Werner Lachmann)
Albrecht, Werner
Wechselkurssicherung
(Hans-Joachim Reichert)
Mayekawa, Haruo
„Die Geldpolitik in Japan - Ein Rückblick auf das letzte Jahrzehnt“
Dieser Beitrag beschreibt die Geldpolitik in Japan während des letzten Jahrzehnts. Im Gegensatz zu der vorangegangenen Dekade, als das Hauptziel der Geldpolitik in der Drosselung eines übermäßigen Wirtschaftswachstums und der Korrektur der Handelsbilanzdefizite lag und die Kreditkontingentierung das Hauptinstrument der Geldverknappung war, machten nun einige wichtige Veränderungen in der japanischen Wirtschaft eine Modifikation des geldpolitischen Instrumentarium notwendig. Als erste dieser Änderungen trat der öffentliche Sektor als ein großer Nettoschuldner auf den Finanzmärkten auf. Die zweite bestand in der ständig wachsenden Bedeutung der außenwirtschaftlichen Einflüsse auf die inländische Geldentwicklung, ausgelöst durch die wachsende Integration, der japanischen Wirtschaft in die Weltwirtschaft. Die dritte war eine abgeschwächte autonome Nachfrage nach Beendigung eines starken Wirtschaftswachstums bei gleichbleibendem Nachfragedruck.
Angesichts dieser Veränderungen unternahm die Bank of Japan verschiedene Versuche, die monetäre Politik und ihre Instrumente der neuen Situation anzupassen. In jüngster Zeit bemühte man sich verstärkt um die Zinsliberalisierung, so daß die Zinsen einen größeren Einfluß auf die Geldverteilung sowohl auf den öffentlichen als auch auf den privaten Sektor nehmen konnte. 1978 ging die Bank of Japan dazu über, die projizierte Wachstumsrate von M2 für das laufende Quartal zu veröffentlichen, um damit in der Öffentlichkeit ein größeres Verständnis für die Bedeutung der Geldversorgung zu wecken. Die strikte Geldmengensteuerung wird für die Bank of Japan eine wichtige Aufgabe bei den Bemühungen zur Erreichung von Preisstabilität, bei gleichzeitig angemessener hoher Wachstumsrate und Förderung des Zahlungsbilanzgleichgewichtes bleiben.
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Lucia, Joseph L.
„Die empirische Gültigkeit von Zentralbanktheorien in den Vereinigten Staaten - Eine Evaluation“
Eine Analyse der Variablen, die von der Zentralbank kontrolliert werden können, zeigt, daß die Geldpolitik sehr stark geldmarktorientiert wurde, da die Zentralbank Mindestreserveüberschüsse oder Mindestreserveverluste kompensiert, die von Marktkräften und von der Kreditnachfrage herrühren. Die Zentralbank läßt mit ihrer Geldmarktorientierung zu, daß sich die monetären Aggregate eher prozyklisch als antizyklisch verändern; andererseits veränderte sich die federal funds rate eher antizyklisch. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung wurde die Geldpolitik hauptsächlich der Fiskalpolitik angepaßt, indem sie sich in dieselbe Richtung wie der Budget bewegte; dies rief Fragen nach der angeblichen Unabhängigkeit der amerikanischen Zentralbank auf.
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Nölling, Wilhelm
„Staatsverschuldung ohne Ende?“
Die außergewöhnlich hohe staatliche Neuverschuldung der letzten Jahre spiegelt im wesentlichen die haushaltswirtschaftlichen Konsequenzen einer Finanzpolitik wider, die im Zeichen einer völlig neuen, tiefgreifenden Wachstums- und Beschäftigungskrise darauf ausgerichtet sein mußte, dieser Herausforderung erfolgreich zu begegnen. Unter den gegebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen mutet es daher verwunderlich an, daß in der öffentlichen Diskussion vorrangig die vermeintlichen Gefahren und nicht in erster Linie die greifbaren Erfolge dieser Kreditaufnahme herausgestellt wurden.
Die verbreiteten Vorwürfe und Befürchtungen, das rasche Anwachsen der Staatsschuld werde der Inflation neue Impulse geben und führe zu einer Verdrängung privater Kreditnachfrager, stehen in offenkundigem Gegensatz zu den Tatsachen. Als höchst fragwürdig erscheint ferner die vom Sachverständigenrat unablässig verfochtene These, die stark gestiegenen öffentlichen Defizite hätten die private Ausgabenbereitschaft gelähmt und somit den Erfolg der expansiv angelegten Finanzpolitik zumindest beeinträchtigt, wenn nicht gar kontraproduktiv gewirkt.
Anlaß zur Kritik könnte allenfalls die Tatsache bieten, daß diese Politik nicht hinreichend konsequent verfolgt wurde. Im Grundsatz ist jedoch die seit 1974 betriebene Schuldenpolitik aus wirtschaftspolitischer Sicht eindeutig positiv zu werten - eine Alternative hat es nicht gegeben. Dies zeigen alle Indikatoren über die Entwicklung des Sozialprodukts, der Beschäftigung und der Einnahmen der öffentlichen Hand.
Soweit die staatlichen Finanzierungsdefizite Ausdruck automatischer Stabilisierungseffekte sind, werden sie sich mit weiter ansteigender Auslastung des Produktionspotentials von selbst zurückbilden. Die Zeichen dafür stehen derzeit relativ günstig. Zur Konsolidierung der strukturellen, aus antizyklischen steuer- und ausgabenpolitischen Entscheidungen erwachsenen Defizite hingegen bedarf es besonderer Anstrengungen. Zum einen muß die Entwicklung der laufenden und hier ganz besonders der Personalausgaben möglichst straff unter Kontrolle gehalten werden. Zum anderen aber darf auf mittlere Sicht -sollen die staatlichen Ausgaben weiter steigen - auch der steuerliche Hebel als Ansatzpunkt nicht ausgeschlossen werden.
In welchem Maße letztlich die Staatsschuldenaufnahme verringert werden kann, hängt allein von Lage und Entwicklung unserer Volkswirtschaft ab. Je besser die Produktivkräfte ausgelastet sind, um so mehr verliert der Staat das Recht, zugleich aber, auch die Verpflichtung, über vorhandene Ressourcen qua Schuldenaufnahme zu verfügen.
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Timmermann, Vincenz
„Produktionsstruktur, Nachfragestruktur und Beschäftigung in einer wachsenden Wirtschaft“
Unter Verwendung der Hypothese, daß sich die wirtschaftliche Struktur eines Landes im Zuge des Wachstumsprozesses der Wirtschaftsstruktur höherentwickelter Länder annähert, wird in der vorliegenden Studie die Frage untersucht, wie sich die zu erwartenden Änderungen der Produktionsstruktur und der Nachfragestruktur auf die sektorale Beschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland auswirken. Nach Meinung des Verfassers ist die Input-Output-Analyse eine für seine Fragestellung angemessene Untersuchungsmethode. Die empirischen Ergebnisse ermöglichen die Aussage, daß die in Deutschland im Zuge der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung zu erwartenden Änderungen der intersektoralen Verflechtung überwiegend Arbeitsplätze schaffender Art sein werden, die zu erwartenden Änderungen der Nachfragestruktur jedoch überwiegend Arbeitsplätze vernichtender Art.
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Scholz, Walter
„Zinsänderungsrisiken im Jahresabschluß der Kreditinstitute“
Der Verfasser untersucht die Bestimmungsgründe der Zinsänderungsrisiken, die hauptsächlich aus der Fristentransformation und aus unterschiedlichen Vereinbarungen über die Zinsanpassung resultieren. Er definiert sie als Risiken aus schwebenden Geschäften und zieht - in der Sache und in der Terminologie - Parallelen zu den Risiken aus Devisentermingeschäften. Ausgangspunkt für die Berechnung des Zinsänderungsrisikos sind nicht einzelne Bilanzposten oder Bilanzschichten, sondern die Gesamtheit aller in einer Zinsänderungsbilanz erfaßten verzinslichen Aktiv- und Passivposten.
Als komprimierter zahlenmäßiger Ausdruck des Zinsänderungsrisikos wird der Begriff der offenen Festzinsposition verwendet. Diese Maßgröße dient der laufenden Überwachung der Zinsänderungsrisiken für die Zwecke der Geschäftspolitik und ist zugleich Grundlage für die Prüfung der Frage, ob diese zunächst latenten Risiken auf Grund von Veränderungen des Marktzinsniveaus zu bilanzierungspflichtigen Verlusten geführt haben.
Zur Zeit werden in Deutschland Verluste aus Zinsänderungsrisiken nur im Falle der Wertpapiere des Umlaufvermögens durch Abschreibung auf die Börsenkurse ergebniswirksarn bilanziert. Die Bewertung der Wertpapiere mit den Anschaffungskosten, d. h. als Anlagevermögen, ist aber dann und insoweit unbedenklich, als mit einer Verlustrealisation durch Verkauf nicht gerechnet werden muß und für akut gewordene Zinsänderungsrisiken Rückstellungen gebildet werden.
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Von Rosen, Rüdiger
„Belgrader Währungskonferenz im Zeichen weltweiter Inflationsbeschleunigung“
Die Jahresversammlung von Internationalem Währungsfonds und Weltbankgruppe und die ihnen vorgeschalteten Sitzungen von IWF- Interimsausschuß, Zehnergruppe, Arbeitsgruppe 3 der OECD und Entwicklungsausschuß fanden in diesem Jahr vom 29. September bis 5. Oktober in der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad statt. Beherrschende Themen der Währungskonferenz waren wie alljährlich die Weltwirtschaftslage und der internationale Anpassungsprozeß der Zahlungsbilanzen. Zusätzlich berieten die Minister und Notenbank-Gouverneure über die Errichtung eines Substitutionskontos beim IWF sowie über Zinserleichterungen für Kredite im Rahmen der zusätzlichen Finanzierungsvorkehrung für besonders betroffene Länder. Das Exekutivdirektorium des IWF wurde beauftragt, bis zur nächsten Sitzung zu beiden Tagesordnungspunkten einen entsprechenden Plan zu entwerfen beziehungsweise nach Mitteln und Wegen zur Zinssubventionierung zu suchen.
Trotz des Fehlens spektakulärer Beschlüsse könnte die Konferenz dennoch zu einem Markstein in der internationalen Währungs- und Finanzpolitik werden. Die Forderung des Geschäftsführenden Direktors des Währungsfonds zur Verringerung der Preisentwicklung in den jeweiligen Staaten, auch unter Hinnahme von Einbußen bei Wachstum und Beschäftigung, stieß weitgehend auf Zustimmung. Es kann als ermutigendes Zeichen gelten, daß dem Kampf gegen die Inflation trotz drohender Gefahr für eine Abflachung beziehungsweise ein Stagnieren des wirtschaftlichen Wachstums erste Priorität eingeräumt werden soll.
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