Reinhardt, Paul G. und Abner, Brian D.
Inflation-Induced Price Lags and their Redistributive Effect
Frisch, Helmut und Hof, Franz
A "Textbook"-Model of Inflation and Unemployment
Jaeger, Klaus
Economic Policy Effectiveness in Hicksian Analysis: A Note
Schmidt, Reinhard H.
Grundformen der Finanzierung. Eine Anwendung des neo-institutionalistischen Ansatzes der Finanzierungstheorie
Schönwitz, Dietrich
Zunehmende Unternehmenskonzentration in der Bundesrepublik Deutschland - Zur bankbetrieblichen Bedeutung des dritten Hauptgutachtens der Monopolkommission
Blümle/ Feninger/ Frowein/ Walch
Grundlagen der Makroökonomik
(Karl-Heinz Dignas)
Rose, Klaus
Theorie der Außenwirtschaft
(Manfred Borchert)
Kroiss, Alois
Der Eurodollarmarkt – Grundlagen, Gegenwartsproblematik und seine Bedeutung als potentielle Finanzierungsquelle für Entwicklungsländer
(Bernd Heinevetter)
Böhm, Bernhard
Geld und privater Konsum in Österreich
(Gunther Tichy)
Mously, Muaffac
Ökonometrische Preismodelle, eine theoretische und empirische Analyse
(Manfred Piel)
Jacobsson, Erin E.
A Life for Sound Money, Per Jacobsson His Biography
(Rüdiger von Rosen)
Reinhardt, Paul G. und Abner, Brian D.
”Inflation-Induced Price Lags and their Redistributive Effect”
Die vorliegende Untersuchung stützt die Vermutung, daß die redistributiven Wirkungen von unzulänglich aufeinander abgestimmten Preisanpassungen durch Analyse der periodischen Eigenschaften der relativen Preisbewegungen erkannt werden können. Die Studie geht von verteilungsneutralen Anforderungen für Preisangleichungen aus. Abweichungen von einem solchen neutralen Ablaufmuster werden dann als Indikatoren für redistributive Gewinne oder Verluste interpretiert. Auf dieser Grundlage werden die Ergebnisse von einigen früheren Untersuchungen dahingehend reinterpretiert, daß sie nachweisen, daß typischerweise manche Bereiche während der Inflation auf Kosten anderer hinzugewonnen haben.
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Frisch, Helmut und Hof, Franz
”Ein "Textbuch" zu Inflation und Arbeitslosigkeit”
Dieser Beitrag untersucht die dynamische Struktur, die dem von J. Vanderkamp und R. Dornbusch vorgeschlagenen einfachen makroökonomischen Modell zugrundeliegt. Bekanntlich ermöglicht dieses Modell eine Analyse einer Änderung der Wechselwirkung zwischen der Geldmengenrate, der Rate des realen Wachstums und der Inflationsrate. Ein "monetärer Impuls" beeinflußt sowohl die Rate des realen Wachstums als auch die Inflationsrate. Es wird aufgezeigt, daß der Anpassungsvorgang auf kurze Sicht (d. h. bevor die Inflationserwartungen revidiert werden) ausschließlich durch einen Anstieg in der Okun-Kurve erklärt wird, was zu einem kurzfristigen Gleichgewicht bei verringerter Arbeitslosenzahl und höherer Inflationsrate führt. Auf lange Sicht passen sich Inflationserwartungen entsprechend dem Prozeß der adaptiven Erwartungen an. Der langfristige Anpassungsvorgang wird durch ein Ansteigen sowohl der Phillips- als auch der Okun-Kurve gekennzeichnet. Dieser Vorgang kann durch ein System von Differenz-Gleichungen zweiter Ordnung nachvollzogen werden. In der Arbeit wird nachgewiesen, daß dieses System zwar zyklische Bewegungen hervorruft, daß jedoch unter den sehr plausiblen ökonomischen Voraussetzungen der zeitlichen Entwicklung der Inflationsrate, der Rate der zu erwartenden Inflation und der Arbeitslosenzahl auf lange Sicht es sich einem Gleichgewicht mit gedämpften Schwingen nähert. Während des langfristigen Anpassungsvorganges können Stagflationsphänomene mit einer steigenden Arbeitslosenziffer und hohen Inflationsraten auftreten.
hoch
Keinath, Karl
„Die Bedeutung der Einkommenskreislaufgeschwindigkeit des Geldes für die Effizienz der Geldpolitik bei festen und flexiblen Wechselkursen“
Die Geldpolitik ist bei flexiblen Wechselkursen effizienter als bei festen Wechselkursen, da bei flexiblen Wechselkursen der Liquiditätseffekt fehlt und über eine Aktivierung bzw. Passivierung der Leistungsbilanz ein verstärkender Effekt hinzukommt. Wenn im Konjunkturverlauf die Einkommenskreislaufgeschwindigkeit des Geldes Schwankungen aufweist, steigend im Konjunkturaufschwung und sinkend im Konjunkturabschwung, dann läßt sich zeigen, daß der Unterschied der Effizienz der Geldpolitik bei festen bzw. flexiblen Wechselkursen geringer ausfällt als bei konstanter Einkommenskreislaufgeschwindigkeit des Geldes.
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Schmidt, Reinhard H.
„Grundformen der Finanzierung. Eine Anwendung des neo-institutionalistischen Ansatzes der Finanzierungstheorie“
Der Aufsatz versucht zu erklären, warum es überhaupt verschiedene Formen oder Instrumente der Finanzierung gibt und warum die einzelnen Finanzierungsformen ganz bestimmte institutionelle Merkmale aufweisen. Finanzierung ist Partenteilung; die einzelnen Finanzierungsinstrumente legen in ihrer Gesamtheit fest, in welcher Weise die unsicheren zukünftigen Erträge der finanzierten Investitionen auf die Kapitalgeber einer Unternehmung aufgeteilt werden. Damit ist die Funktion von Finanzierungsinstrumenten aber nicht ausreichend erklärt. Jedes Finanzierungsinstrument stellt auch eine spezifische Kombination von Rechten und Handlungsmöglichkeiten der Kapitalgeber dar, die dazu dient, die unerwünschten Folgen der ursprünglich asymmetrischen Informationsverteilung zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer (Unternehmer) zu überwinden. Vier Kombinationen solcher Rechte und Handlungsmöglichkeiten werden analysiert. Es läßt sich zeigen, daß sie die folgende Eigenschaft besitzen. Jedes Recht und jede Handlungsmöglichkeit nützt Kapitalgebern. Ihre Einräumung oder Schaffung erhöht folglich ihre Bereitschaft zur Kapitalüberlassung, und dadurch nützen sie auch dem Kapitalnehmer. Die Bedeutung der einzelnen Rechte oder Handlungsmöglichkeiten darf nicht isoliert beurteilt werden. Die Vorteile, die Kapitalgebern aus der Einräumung der einzelnen Rechte oder Handlungsmöglichkeiten erwachsen, verstärken sich vielmehr gegenseitig, während die Kosten oder Nachteile, die für den Kapitalnehmer damit verbunden sind, daß er Kapitalgeber mit einzelnen Rechten und Handlungsmöglichkeiten ausstatten muß, sich gegenseitig abschwächen. Die vier Kombinationen von Rechten und Handlungsmöglichkeiten, die in dem Aufsatz konstruiert und diskutiert werden, sind die vier wichtigsten Finanzierungsformen der Realität: Beteiligungsfinanzierung in einer Personengesellschaft und in einer Publikumsaktiengesellschaft sowie kurzfristige Fremdfinanzierung ohne pfandrechtliche Sicherheiten und langfristige pfandrechtlich gesicherte Fremdfinanzierung.
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Schönwitz, Dietrich
„Zunehmende Unternehmenskonzentration in der Bundesrepublik Deutschland - Zur bankbetrieblichen Bedeutung des dritten Hauptgutachtens der Monopolkommission“
Die Monopolkommission hat der Bundesregierung im Jahr 1980 ihr drittes Hauptgutachten "Fusionskontrolle bleibt vorrangig" zugeleitet. Neben der statistischen Kennzeichnung der im industriellen Sektor und bei Großunternehmen überwiegend zunehmenden Unternehmenskonzentration, der Auseinandersetzung mit der Konzentrationsentwicklung in der Pressewirtschaft, mit der Anwendung der Vorschriften der Mißbrauchsaufsicht und der Fusionskontrolle sowie mit internationalen Wettbewerbseinflüssen enthält das Zweijahresgutachten auch Fragestellungen und Untersuchungsergebnisse, die unmittelbar den Bankensektor betreffen.
So zeigt eine Untersuchung der personellen Verflechtungen der hundert größten Unternehmen, daß es durch Mehrfachmitgliedschaften von Bankenvertretern in Organen der Geschäftsführungskontrolle zu zahlreichen personellen Verflechtungen zwischen Großunternehmen kommt. Die wettbewerbspolitische Beurteilung personeller Verflechtungen ist noch strittig. Spezielle Wirkungen von personellen Verflechtungen durch Bankenvertreter auf den Wettbewerb könnten sich ergeben, wenn die Kreditinstitute zur Wahrung eigener Interessen aus dem Aktivgeschäft ihre personelle Präsenz in Verbindung mit ihrem Einfluß auf die Finanzierungsmittel der Unternehmen einsetzen, um entweder risikobehafteten Wettbewerbsstrategien entgegenzuwirken oder um gezielt Wettbewerbsvorsprünge zu eröffnen.
Von bankbetrieblicher Bedeutung ist darüber hinaus die Anregung der Monopolkommission, Entflechtungsmöglichkeiten als Mittel der Wettbewerbspolitik einzuführen. Der Bankensektor ist mit Sicherheit unmittelbar betroffen, soweit Beteiligungen von Banken an Nichtbanken als finanzielle Kontrollbeteiligungen zur Debatte stehen. Er kann betroffen sein, wenn bei strukturbedingt mißbräuchlichem Verhalten personellen Verflechtungen zwischen Wettbewerbern begegnet werden soll, eben weil die Kreditinstitute in erheblichem Ausmaß zu personellen Verflechtungen zwischen Unternehmen beitragen. Bei der Interessenabwägung ist jedoch zu berücksichtigen, daß die von der Monopolkommission angeregte Entflechtungsdiskussion der Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs und damit der Sicherung eines konstitutiven Merkmals der marktwirtschaftlichen Ordnung dient.
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