Hubbes, Hans H.
Pricing of Caps and Floors. A Simplified Approach
Loef, Hans-Edi
Reale Wechselkurse und realer zyklischer Output. Theoretisches Modell und empirische Analyse für die Bundesrepublik Deutschland
Filc, Wolfgang
Bestandsorientierte Wechselkurstheorien und Wirtschaftspolitik
Konrad, Anton
Verschuldungskrise und Verschuldungsmodelle
Cornelius, Peter
Eine kombinierte Querschnitts-/Zeitreihenanalyse zur Kreditnachfrage der Nicht-Öl-Entwicklungsländer beim Internationalen Währungsfonds
Himarios, Daniel
„Has There Been a Shift in the Greek Money Demand Function?“
Ribe, Halvor und Schneider, Friedrich
Finanzinnovationen an den Euromärkten
Dudler, Hermann Josef
Geldpolitik und ihre theoretischen Grundlagen
(Walter Schepers)
Hasse, Rolf
Multiple Währungsreserven – Probleme eines Währungsstandards mit multiplen Währungsreserven
(Peter Bofinger)
Sperber, Herbert
Erfolgsbedingungen der öffentlichen Entwicklungshilfe
(Manfred Piel)
Förster, Gerhard
Die Chipkarte als Bargeld der Zukunft. Ein Lösungsvorschlag
(Hugo Gottschalk)
Hubbes, Hans H.
„Notierung von "Caps" and "Floors" - Ein vereinfachtes Verfahren“
Das Optionspreismodell von Cox-Rubinstein diente der Erarbeitung einer Methode für die Notierung von "Caps" und "Floors". Dabei handelt es sich um Zinsoptionen, die den Zins-Swaps eng verwandt sind. Dieses Charakteristikum wird als Grundlage für die Definition eines neuen Instruments herangezogen, das der Zinsoption zugrunde liegt. Ausgehend von der auf diesem Instrument beruhenden neutralen Kurssicherungsstrategie kann das Modell entwickelt werden. Es erweist sich, daß der Tageskurs für "Caps" und "Floors" erhalten bzw. als zu hoch oder zu niedrig im Markt bewertet wird. Das Modell erfüllt somit seinen Zweck und weist auch auf die zu empfehlenden Kurssicherungsstrategien hin.
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Loef, Hans-Edi
„Reale Wechselkurse und realer zyklischer Output“
Gegenstand der Analyse ist die Überprüfung der Lucas-Hypothese eines trade-offs zwischen Inflation und realem Output in Form nicht erwarteter nomineller Änderungen für eine offene Volkswirtschaft. Die modifizierte Güterangebotsfunktion vom Lucas-Typ weist neben unerwarteten nominellen Einflüssen insbesondere den erwarteten realen Wechselkurs als wichtige Determinante auf. Das Gütermarktmodell wird vervollständigt durch eine einfache Güternachfragestruktur, die zwischen fixen und flexiblen Wechselkurssystemen als Extremfälle und der Interventionspolitik als weitestgehendem Regelfall unterscheidet. Die empirische Überprüfung der postulierten Hypothesen ergibt für die Bundesrepublik 1961 bis 1981, daß insbesondere die erwartete Abweichung der Wechselkurse von der Kaufkraftparität einen bedeutenden Erklärungsbeitrag für konjunkturelle Entwicklungen liefert. Eine erwartete reale Aufwertung der deutschen Währung hat einen positiven Outputeffekt zur Folge und bedeutet nicht, wie in keynesianisch orientierten Nachfragemodellen über sinkende Exporte, einen Rückgang des realen Sozialproduktes.
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Filc, Wolfgang
„Bestandsorientierte Wechselkurstheorien und Wirtschaftspolitik“
Gegenstand des Beitrags ist eine Skizzierung vermögensbestandsorientierter Wechselkurstheorien, die auf Finanzaktiva beschränkt sind, ihrer geldpolitischen Implikationen sowie eine Erweiterung dieser Theorien durch Berücksichtigung von Produktivvermögen. In den Abschnitten I. und II. werden die rein monetäre Wechselkurstheorie sowie der Portfolioansatz der Wechselkursbestimmung dargestellt und kritisch beleuchtet. Die Hauptkritik richtet sich gegen die auf neoklassische Vorstellungen beruhenden Annahmen, die Reduzierung auf die kurze Frist, den weitgehenden Verzicht auf nachgelagerte Anpassungsprozesse, insbesondere aber gegen die Nichtberücksichtigung von Produktivvermögen in einer auf einen internationalen Rahmen ausgeweiteten Theorie der Vermögensentscheidung.
In Abschnitt III. wird eine Erweiterung des Finanzmarktansatzes durch Einbeziehung von Anteilsrechten am Produktivvermögen vorgenommen. In einem derartigen Modell können expansive geldpolitische Impulse, Leistungsbilanzdefizite oder zunehmende Staatsverschuldung auf etwas längere Sicht Wechselkursänderungen auslösen, die im Gegensatz stehen zu Konsequenzen des Finanzmarktansatzes. Wechselkurswirkungen werden davon bestimmt, ob sich Anpassungsprozesse auf Finanzaktiva beschränken oder ob sie den realwirtschaftlichen Bereich und hierbei die Nachfrage nach Produktivvermögen einbeziehen. Entscheidend für den Wechselkurstrend ist die Einschätzung der erwarteten Leistungskraft einer Volkswirtschaft im internationalen Vergleich, z. B. ausgelöst von Leistungsbilanzsalden, Finanzierungssalden öffentlicher Haushalte oder von geldpolitischen Impulsen. Als Schätzwert hierfür wird der relative Marktwert des Sachkapitals herangezogen. Er reflektiert Vorgänge im realwirtschaftlichen Bereich, nämlich die tatsächliche Ertragskraft des Sachkapitals, aber auch Erwartungen, ausgelöst von wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Das internationale Gefälle des relativen Marktwerts des Sachkapitals als Ausdruck der Einschätzung der erwarteten relativen Leistungskraft von Volkswirtschaften und als Eckpunkt für eine auf einen internationalen Rahmen ausgeweitete Theorie der Vermögensentscheidung unter Einschluß des Produktivvermögens wird auch deshalb favorisiert, weil empirische Untersuchungen zeigen, daß Schätzungen für die trendmäßige Dollarkursentwicklung auf dieser Grundlage einen im Vergleich zum Finanzmarktansatz weitaus besseren Erklärungsgehalt aufweisen.
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Konrad, Anton
“Verschuldungskrise und Verschuldungsmodelle”
Die Kreditrationierung, der sich die hochverschuldeten Entwicklungsländer gegenwärtig gegenübersehen, läßt vermuten, daß es erst einer anhaltenden Verbesserung der Verschuldungsindikatoren bedarf, bevor wieder ein marktmäßiger Kapitalzustrom in diese Länder einsetzt. Als maßgebender Indikator wird hier das Verhältnis von Auslandsverschuldung zu Exporterlösen angesehen. Untersucht man die zeitliche Entwicklung dieser Relation in Analogie zu den bekannten Modellen der langfristigen Auslandsverschuldung, so ergibt sich als Stabilitätsbedingung, daß die Zuwachsrate der Exporterlöse den Zinssatz der Auslandsschulden übersteigen muß. Behandelt man jedoch Sozialprodukt und Inlandsprodukt als endogene Größen, so wird ein Transfermechanismus erkennbar, welcher die Stabilitätsbedingung erheblich abschwächt. Neben der Erfüllung der Stabilitätsbedingung verlangt die Rückkehr zu einem tragbaren Niveau der Verschuldungs-Export-Relation aber auch, daß diese einem niedrigeren Grenzwert zustrebt. Dieses Erfordernis erlaubt in Zukunft nur mehr relativ geringfügige Handelsbilanzdefizite. Wenn trotzdem im Interesse von Wachstum und struktureller Anpassung noch ein größerer Ressourcentransfer für notwendig erachtet wird, so kann er wohl nur mehr durch internationale Organisationen oder durch "unfreiwillige Kreditgewährung" der Banken finanziert werden.
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Cornelius, Peter
“Eine kombinierte Querschnitts-/Zeitreihenanalyse zur Kreditnachfrage der Nicht-Öl-Entwicklungsländer beim Internationalen Währungsfonds”
Nach der Darstellung der quantitativen Entwicklung der Kreditnachfrage der Nicht-Öl-Entwicklungsländer beim IWF und der Diskussion über die relative Bedeutung von IWF-Ressourcen für die Finanzierung von Leistungsbilanzdefiziten wurde der Versuch unternommen, diejenigen Variablen ökonometrisch zu identifizieren, die das Kreditaufnahmeverhalten dieser Länder beim Fonds bestimmen. Diese Analyse wurde mit Hilfe von kombinierten Querschnitts- und Zeitreihendaten durchgeführt. Wie die ökonometrischen Schätzergebnisse zeigen, erklärt der durch theoretische Plausibilitätsüberlegungen abgeleitete Modellzusammenhang das Ziehungsverhalten in den einzelnen Finanzierungsfazilitäten zumindest für die Periode 1975 - 1977 recht befriedigend. Wenngleich zu bedenken ist, daß aufgrund der erforderlichen Qualifizierungen für die einzelnen Fazilitäten, der mit den Ziehungen verbundenen Konditionalität und der quantitativen Beschränkung entsprechend der jeweiligen Länderquote ein derart hoher Erklärungswert wie z.B. bei Modellen zur Reservenachfrage ohnehin nicht zu erwarten ist, deuten die Ergebnisse an, daß verschiedene Einflüsse in der theoretischen und ökonometrischen Analyse unberücksichtigt blieben. Zu vermuten ist, daß es sich hierbei in recht hohem Maße um nicht quantifizierbare politische und soziale Aspekte im Zusammenhang mit der Konditionalität handelt, die in der Vergangenheit sehr häufig die Beziehungen zwischen dem IVTF und seinen Mitgliedsländern beeinflußten. Zu wünschen wäre deshalb, daß der IWF länderspezifische Informationen über die von ihm unterstützten Stabilisierungsprogramme zur Verfügung stellen würde. Die Einführung der einzelnen wirtschaftspolitischen Auflagen über Dummy Variablen in das Modell würde sehr wahrscheinlich den Erklärungswert erhöhen.
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Himarios, Daniel
„Gab es eine Verschiebung in der griechischen Geldnachfragefunktion?“
Kürzlich hat in dieser Zeitschrift Panayotopoulos (1984) meinen Aufsatz (Himarios, 1983) in zwei Punkten kritisiert. Erstens stellt er die Einführung einer Dummy-Variablen für das Jahr 1967 in die Nachfragefunktion für M1 in Frage. Wenn für 1967 eine Dummy-Variable berücksichtigt werden muß, so argumentiert er, dann auch für 1974. Zweitens behauptet Panayotopoulos, daß meine früheren Ergebnisse nicht akzeptiert werden können, weil die Nachfrage nach M1 instabil gewesen sei und daher die Daten nicht gepoolt werden können. Zweck des Artikels ist es, diese beiden Kritikpunkte zu behandeln. Ich zeige, daß die Einführung einer Dummy-Variablen für 1967 berechtigt und notwendig ist, während für 1974 eine solche Korrektur nicht erforderlich ist. Was den zweiten und wichtigeren Punkt angeht, so ergeben formale Stabilitätstest, daß die Nachfrage nach M1 über den Zeitraum 1956 - 1981 statistisch stabil geblieben ist. Die Schätzung einer einzelnen Gleichung ist daher das angemessene und effizienteste Verfahren.
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Ribe, Halvor und Schneider, Friedrich
„Finanzinnovationen an den Euromärkten“
In diesem Aufsatz versuchen wir, einen Überblick über den Euromarkt und über Entwicklung neuer Finanzierungsinstrumente zu geben. Es werden die Entwicklung und Bedeutung verschiedener Finanzierungsinstrumente wie Konsortialkredite, festverzinsliche und variabel verzinsliche Eurobonds, Euronotes und Swapgeschäfte eingehend diskutiert. Wir versuchen, eine neue Entwicklung im Euromarkt aufzuzeigen, die Securitisation, also die Verbriefung von Krediten. Infolge der Schuldenkrise zu Beginn der achtziger Jahre wurden die Banken zurückhaltender bei der Vergabe von Buchkrediten und wechselten auf ein weniger risikoreiches Geschäft über die Vermittlung und Emission von Bonds, Euronotes und Swaps. Dabei betätigen sich internationale Banken hauptsächlich als Vermittler oder Broker, d.h. ihr Einkommen besteht aus Gebühren statt Zinsen, und sie sind nicht mehr solchen Kreditrisiken ausgesetzt wie in den siebziger Jahren. Gleichzeitig wird das restliche Kreditrisiko aus der Bilanz unter den Strich verlagert, was als eine fragwürdige Praxis angesehen werden kann.
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