Von Fuerstenberg, George M.
Pareto-Optimal Privatization for Gaining Political Support
Filc, Wolfgang und Winkler, Adalbert
Monetäre Voraussetzungen marktwirtschaftlicher Reformschritte in den Staaten Osteuropas
Roskamp, Karl W.
A Schumpeter Model of Economic Growth and Innovation
Leithner, Stephan und Spahn, Cornelius
Konvexe Strategien im Devisenmarkt: Vorhersagekraft und ökonomischer Wert
Tödter, Karl- Heinz und Wewel, Max Christoph
Ein ökonometrisches Portfoliomodell für den privaten Sektor in der Bundesrepublik Deutschland
Hielscher, Udo
Asset Allocation
Größl-Gschwendtner, Ingrid
Vermögenseffekte: Die Diskrepanz zwischen ihrer Bedeutung in ökonomischen Modellen und ihrer theoretischen Fundierung
Büschgen, H. E. und Richolt, K. (Hrsg.)
Handbuch des internationalen Bankgeschäfts (Joachim Storck)
Willeke, Franz-Ulrich und Onken, Ralph
Allgemeiner Familienlastenausgleich in der Bundesrepublik Deutschland (Hildegard Rapin)
Von Fuerstenberg, George M.
"Pareto- optimale Privatisierung zur Gewinnung politischer Unterstützung"
Die Ereignisse in Osteuropa, die im Herbst 1989 einen Höhepunkt erreichten die Suche nach Privatisierungsverfahren ausgelöst, welche die Umwandlung von
Staatswirtschaft in Marktwirtschaft beschleunigen und positive Angebotsreaktionen durch Abkehr der Unternehmen von der Staatsbürokratie hervorrufen helfen. Bisher ist jedoch noch keine politisch erfolgreiche Methode für eine rasche Privatisierung ist jedoch noch keine politisch erfolgreiche Methode gefunden worden. Es besteht ein hohes Risiko, daß die Koordinierung versagt und daß sich politisch ausweglose Situationen mit geringen Fortschritten ergeben. Um dieses Risiko zu mindern, wird in dieser Arbeit untersucht, wieviel Spielraum für die Mobilisierung von Unterstützung der Privatisierung auf breiter Basis durch Schaffung eines (pareto-optimalen) Prozesses besteht, von dem viele gewinnen werden und niemand mit einem politisch legitimen Anliegen anfänglich verlieren wird.
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Filc, Wolfgang und Winkler, Adalbert
"Monetäre Voraussetzungen marktwirtschaftlicher Reformschritte in den Staaten Osteuropas"
In der neoklassischen Theorie werden monetäre Beziehungen nicht weiter beachtet, soweit realwirtschaftliche Vorgänge angesprochen sind. Diese Einengung ergibt sich aus speziellen Annahmen, die nicht immer eine hinlängliche Beschreibung der Wirklichkeit darstellen. Werden im Gegensatz zur neoklassischen Theorie Unsicherheiten und unvollständige Informationen von Marktteilnehmern berücksichtigt, so ist die individuelle und soziale Produktivität des Geldes nicht zu bestreiten. Das setzt voraus, daß die Realwertsicherheit des Geldes von der Zentralbank sichergestellt wird. Hierfür ist es unabdingbar, daß Geldvermögensbestände ebenso wie Verbindlichkeiten durch güterwirtschaftliche Erträge von Produktionsunternehmen fundiert sind. Diese Voraussetzungen für eine funktionsfähige Geldwirtschaft ist in den sich reformierenden Ländern Osteuropas gegenwärtig nicht erfüllt. Folglich erfordert eine Bankenreform nicht allein eine Trennung staatlichen Institutionen und dem privaten Sektor, sondern auch die Reduktion von Geldvermögensbeständen und Verbindlichkeiten auf werthaltige Aktiva und Passiva.
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Roskamp, Karl W.
"Schumpeter-Modell für Wirtschaftswachstum and Innovation"
Es ist möglich, Schumpeters Innovations- und Wachstumsmodell zu formalisieren. Ein anpassungsfähiges diskontinuierliches Maximierungsmodell, welches zufallsbedingten technologischen Wandel und zufallsbedingte Produktivitätszuwächse zu berücksichtigen gestattet, erweist sich für die Bestimmung des optimalen Innovationsverlaufs, den Kapitalstock, Arbeitsvorleistungen und Überschußgewinne, wie von Schumpeter selbst dargestellt, als geeignet. Um die Funktionsweise des Modells zu demonstrieren, geht diese Arbeit von eher kürzeren Maximierungszeiträumen und somit von häufigen Anpassungsmöglichkeiten aus. Die Maximierungszeiträume können jedoch von beliebiger Länge sein.
Für Innovation unterstellt diese Arbeit aus Gründen der Vereinfachung, daß sie zufallsbedingt und somit exogener Natur ist. Dies ist eine Darstellungsweise im Modell. Es gibt unbestritten jedoch auch weitere, zum Beispiel Innovation auf Grund eines bzw. mehrerer endogener Faktoren, welche gebündelt auftreten. Was das schwierige Problem der Auswirkungen von Innovation und technologischem Wandel auf die Produktionskosten anbetrifft, wird in dieser Arbeit angenommen, daß Innovation arbeitskräftesparend ist. Hierzu gestattet das Modell jedoch auch andere Annahmen. Die verschiedenen in das Modell eingehenden Parameter und Koeffizienten sind frei veränderbar; doch jede Veränderung führt zu optimalen unterschiedlichen Abläufen im Zeitdiagramm und möglicherweise auch zu unterschiedlichen Zeitlängen. Wiederholte Simulationsläufe lassen jedoch wichtige gemeinsame Schumpetersche Merkmale und die Zugehörigkeit zu einem diskontinuierlichen innovationsgetriebenen Prozeß von Kapitalbildung und Wachstum vor dem Hintergrund von Unsicherheiten hinsichtlich der Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts, steigenden Lohnkosten und zunehmenden Kosten der Unternehmen im Kampf mit Konkurrenten und Imitatoren erkennen.
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Leithner, Stephan und Spahn, Cornelius
"Konvexe Strategien im Devisenmarkt: Vorhersagekraft und ökonomischer Wert"
Gegenstand der vorliegenden empirischen Untersuchung bildet die Vorhersehbarkeit der als Devisenrenditen definierten Abweichungen von der Terminparität für fünf Wechselkurse über den Zeitraum 1977 bis 1988. Ausgehend von der Frage, ob die Abweichungen vorhersehbar und nicht zufällig sind, werden die Devisenrenditen auf Regelmäßigkeiten untersucht. Im folgenden wird gezeigt, daß bei Vorliegen positiv autokorrelierter Devisenrenditen ein konvexes Anlageverhalten vorteilhaft ist, und die in der ,,technischen Analyse" verbreiteten Trading-Rules als konvex charakterisiert werden können. Die Vorhersagekraft der untersuchten Strategien wird sowohl dem Test von Henrikssson/Merton als auch mit dem von Cumby/Modest untersucht. Hierauf aufbauend wird der ökonomische Wert der Vorhersagekraft mit Hilfe Optionspreistheorie ermittelt. Durch Simulationen über den Zeitraum 1977 bis 1988 werden die Ergebnisse bestätigt. Wie abschließend gezeigt wird, hängt die optimale Strategieumsetzung für den einzelnen Anleger jedoch nicht nur von der Qualität der Vorhersagen, sondern auch von der individuellen Risikoaversion ab.
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Tödter, Karl- Heinz und Wewel, Max Christoph
"Ein ökonometrisches Portfoliomodell für den privaten Sektor in der Bundesrepublik Deutschland"
Obwohl die von Markowitz und Tobin entwickelte Portfoliotheorie dank ihres hohen Erklärungsgehalts heute in der geldtheoretischen Diskussion eine dominierende Stellung einnimmt, gibt es bisher nur wenige ökonometrische Portfoliomodelle, die sowohl in theoretischer als auch in empirischer Hinsicht voll befriedigen. Dies hängt vor allem mit methodischen Schwierigkeiten zusammen, die sich bei der Schätzung größerer Portfolio- Nachfragesysteme ergeben. Zwar unterliegen die Koeffizienten eines solchen systems zahlreichen, theoretisch begründeten Restriktionen, doch ist die Zahl der zu schätzenden Koeffizienten trotz dieser Restriktionen immer noch zu hoch, um signifikante und plausible Schätzwerte zu erhalten. In dieser Situation erscheint es angebracht, zusätzliche, plausibel erscheinende Apriori- Restriktionen zu spezifizieren und die verbliebenen Koeffizienten dann mit einem - alle Restriktionen berücksichtigenden - Systemschätzverfahren empirisch zu ermitteln.
Dieser Weg wird dem hier beschriebenen Portfoliomodell für den privaten Nichtbankensektor in der Bundesrepublik Deutschland bestritten. Die insgesamt neun Vermögensnachfragefunktionen enthalten außer Konstanten und den Saison- Dummies nur drei erklärende Variablen: die Differenz zwischen dem Eigenzins und der Durchschnittsrendite des gesamten Portfolio, die Transaktionsvariable und die jeweilige lag-endogene Variable. Gleichwohl wirken sich isolierte Zinsänderungen über die Durchschnittsrendite auf sämtliche Portfolio-Komponenten aus. Zusätzlich zu den Portfolio-Nachfragefunktionen werden Zinsstrukturgleichungen für die einzelnen Vermögensanlagen spezifiziert, welche aus einem Gewinnmaximierungsansatz für die Kreditinstitute abgeleitet sind. Sowohl die Portfolio-Nachfragefunktionen als auch die Zinsstrukturgleichungen werden mit dem von Zehner und Theil entwickelten Schätzverfahren JGLS ermittelt, erstere unter Beachtung sämtlicher Apriori-Restriktionen (RJGLS). Dabei ergeben sich durchweg signifikante und plausbile Schätzwerte. Mit dem geschätzten Modell werden verschiedene Simulationen durchgeführt, mit denen die Wirkungen von Änderungen der Zinsstruktur und des Zinsniveaus auf die Zusammensetzung des privaten Portfolio analysiert werden.
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Hielscher, Udo
"Asset Allocation"
Zur (optimalen) Asset Allocation dienen neben dem Originalmodell von Markowitz abgeleitete Indexmodellkonzepte unterschiedlich komplexer Struktur (Abschnitt II.). Umfassende Problemlösungen, insbesondere internationale bzw. globale Asset Allocations, setzen zur Zeit noch eine stufenweise Vorgehensweise und/oder die Bildung von Assetklassen voraus (Abschnitt III.). Da sich aus Indices, als repräsentativen Indikatoren von Marktentwicklungen (Benchmarks), besonders anschauliche Vorstellungen über das Risiko- und Performancepotential von Asset Allocations ableiten lassen, gewinnen (relative) Optimierungen in Bezug auf Benchmarks sowie Indexportefeuilles im modernen Portfoliomanagement zunehmend an Bedeutung (Abschnitt IV.).
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