Sijben, Jac J.
Credit Markets, Financial Fragility, and the Real Economy
Reszat, Beate
Zur Systemdynamik chaotischer Devisenmärkte
Bühler, Wolfgang und Kempf, Alexander
Der DAX-Future: Kursverhalten und Arbitragemöglichkeiten
Bamberg, Günter und Röder, Klaus
Arbitrage am DAX-Futures-Markt unter Berücksichtigung von Einkommenssteuern
Weikart, Thomas
Währungsrecht im Wandel - Die jüngsten Änderungen des Bundesbankgesetzes
Stieler, Katrin
Konstanz Seminar on Monetary Theory and Monetary Policy 1993
Duwendag / Ketterer / Kösters / Pohl
Geldtheorie und Geldpolitik - Eine problemorientierte Einführung mit einem Kompendium monetärer Fachbegriffe (Stefan W. Nuck)
Kropp, Matthias
Management Buy-outs und die Theorie der Unternehmung (Reinhard H. Schmidt)
Sijben, Jac J.
"Die Kreditmärkte, die Fragilität des Finanzsystems und das gesamtwirtschaftliche Ergebnis"
Ziel dieses Beitrags ist es, die derzeit in der modernen Literatur auftauchenden
Fragen bezüglich der Auswirkungen von Kreditmarktvorgängen sowie der Fragilität
des Finanzsystems auf das gesamtwirtschaftliche Ergebnis einer Überprüfung zu unterziehen. Diese neue Literatur stellt stark auf Wirtschaftlichkeitsaspekte von Informationen und auf Anreize für explizit motivierte Friktionen auf den Kapitalmärkten ab. Wenn man mit den traditionellen Ansichten über die Wechselbeziehungen zwischen der Finanzstruktur von Unternehmen und der privaten Haushalte mit dem Konjunkturzyklus beginnt (Schuldendeflationierungsspirale nach Fisher und finanzielle Instabilitäts-Hypothese nach Minsky), schenkt man den asymmetrischen Informationen
besondere Aufmerksamkeit, die wegen der nicht vorhandenen Perfektion
der Kreditmärkte bestehen. Wegen eben dieser Existenz asymmetrischer Informationen auf diesen Märkten und der damit verbundenen Probleme
geben Fragen bezüglich ungünstiger Auswahl und moralischer Bedenklichkeit Anlaß zu Phänomenen der Gleichgewichtskreditrationierung und wertpapiermäßigen Unterlegung von Verbindlichkeiten (Greenwald-Stiglitz und Bernanke-Gertler), wodurch der Zinssatz als Transmissionsriemen der Geldpolitik geschwächt wird. Schließlich werden die von einer qualitativen Verschlechterung der Bilanzen des Nichtbankensektors und von einlagennehmenden Instituten auf das gesamtwirtschaftliche Ergebnis und die Stabilität gekennzeichneten Auswirkungen der höheren Fragibilität des Finanzsystems in den 80er Jahren untersucht. Es schließen sich einige Anmerkungen zur Aufgabe der Zentralbanken hinsichtlich der Wahrung der Stabilität und der Integrität des gesamten Finanzsystems an.
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Reszat, Beate
"Zur Systemdynamik chaotischer Devisenmärkte"
Bisherige Studien zu Chaos als Ursache nichtlinearer Wechselkursbewegungen konzentrieren sich zumeist auf den empirischen Aspekt und vernachlässigen die Frage, wie es dazu kommen kann und wodurch sich dieses Phänomen erklären lässt. Auf der Suche nach einer derartigen Erklärung wird in dem vorliegenden Aufsatz der Devisenmarkt als offenes, dissipatives System verstanden und nicht wie in traditionellen Modellen als geschlossenes, konservatives. Die Analyse, für die aufgrund der Komplexität der unterstellten Zusammenhänge ein systemtheoretischer Ansatz gewählt wird, geht von verschiedenen Gruppen von Marktteilnehmern aus. Banken, Nichtbanken und Zentralbanken treten in unterschiedlicher Weise, mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Arten von Transaktionen auf den Märkten in Erscheinung. Doch nicht nur ihr Verhalten, auch die Art der Informationsbeschaffung und -verarbeitung ist unterschiedlich. Erwartungen werden gebildet, indem je nach Transaktionen und Zeithorizont unterschiedliche Informationen aus Fundamental- und Chartanalysen herangezogen werden. Die Reaktionen, die daraus resultieren, beeinflussen in der einen oder anderen Form das Verhalten aller Akteure und haben so auch wieder Rückwirkungen auf die eigenen Entscheidungen. Davon, wie sich das Zusammenspiel der Akteure dann im einzelnen gestaltet und wie ihre Reaktionen aufeinandertreffen, hängt es ab, ob das Währungsgeschehen chaotisch verläuft.
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Bühler, Wolfgang und Kempf, Alexander
"Der DAX-Future: Kursverhalten und Arbitragemöglichkeiten"
In der vorliegenden empirischen Studie werden erstmals umfassend die Beziehungen zwischen Futures auf einen Performanceindex und dem zugehörigen Kassainstrument untersucht. Trotz dieser Besonderheit des Underlyings verhält sich der DAX-Future in vielen Belangen ähnlich wie die Futures auf Kursindizes.
So zeigt sich bei einer Analyse minütlicher Renditen an Kassa- und Futuresmarkt, daß letzterer durchgängig eine höhere Varianz aufweist. Dieses Ergebnis kann auf die Existenz von "Stale Prices" zurückgeführt werden. "Stale Prices" scheinen bei DAX-Renditen jedoch nur in sehr kurzen Zeitintervallen eine Rolle zu spielen. Im Mittel sind die Renditen auf beiden Märkten nicht von Null verschieden.
Das traditionelle Modell der Cash & Carry-Arbitrage ist nicht in der age, die am Markt beobachtbaren Futureskurse zu erklären. Futures erden am Markt im Durchschnitt mit einem Abschlag gegenüber dem arbitragefreien Cash & Carry-Kurs gehandelt. Ein solcher Preisabschlag läßt sich mit dem individuellen Liquiditätsrisiko aufgrund von Nachschußverpflichtungen aus dem Marking to Market, nicht aber mit fehlender Marktliquidität bei Futures mit langer Restlaufzeit erklären.
Die Abweichungen vom - im Sinne der Cash & Carry-Arbitrage - fairen Futureskurs sind besonders zu Beginn des Untersuchungszeitraums so groß, daß sie trotz der mit der Restlaufzeit wachsenden Transaktionskosten häufig Möglichkeiten zur Arbitrage, dabei vorwiegend zur Short-Arbitrage, signalisieren.
Die Berücksichtigung einer Risikoprämie in der Arbitrageentscheidung
Art dazu, daß trotz Ausführungsverzögerungen im Kassamarkt in fast allen Fällen Arbitragesignale in erfolgreiche Arbitragepositionen umgesetzt werden können. Die Anzahl und Höhe der Arbitragemöglichkeiten nehmen jedoch im Untersuchungszeitraum so stark ab, daß der DAX-Futures-Markt am Ende des Jahres 1991 als weitgehend arbitragefrei bezeichnet werden kann.
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Bamberg, Günter and Röder, Klaus
"Arbitrage am DAX-Futures Markt unter Berücksichtigung von Einkommensteuern"
Diese Arbeit untersucht die ex ante intra Tag Effizienz des DAX-Futures Marktes seit der Einführung dieses Kontraktes an der Deutschen Terminbörse. In die Untersuchung gehen alle Transaktionsdaten des DAX-Futures-Kontraktes und die minütlich an der Deutschen Wertpapierbörse berechneten DAX-Werte bis 30. 12. 1991 ein. Das Bewertungsmodell des DAX-Futures berücksichtigt unterschiedliche Steuersätze für Privatanleger, Transaktionskosten, Reaktionszeiten und die Berechnungsmodalitäten des DAX-Indexes. Die Bewertung des DAX-Futures erfolgt aufgrund des Cost of Carry Ansatzes. Es wird die Existenz und gegebenenfalls die Breite eines "Marktkanals", der einen arbitragefreien Bereich angibt, diskutiert. Die Ergebnisse deuten u. a. nicht darauf hin, daß die Effizienz dieses Marktes im Zeitablauf zugenommen hat.
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