Kitterer, Wolfgang
Tax-versus Debt-Financing of Public Investments: A Dynamic Simulation Analysis
Förster, Gerhard
Staatstitel als Geld. Legal-Restrictions-Theory: Stand der Debatte und weitere Überlegungen
Fase, M. M. G. und Huijser, A. P.
Foreign Exchange Rate Stabilization and the Profitability of Official Market Intervention. A Case Study for the Netherlands 1974-1989
Cox, Helmut
Kommunale Sparkassen privatisieren? Bemerkungen aus ordnungs- und wettbewerbstheoretischer Sicht
Naust, Herrmann
Zur Optionsscheinbewertung mit Rücksicht auf die Kapitalverwässerung bei der Ausübung
Breuer, Wolfgang
Finanzintermediation und Wiederverhandlungen
Schlesinger, Helmut und Weber, Manfred und Ziebarth, Gerhard
Staatsverschuldung - ohne Ende? Zur Rationalität und Problematik des öffentlichen Kredits (Michael Burchardt)
Kitterer, Wolfgang
"Finanzierung von öffentlichen Investitionen durch höhere Steuern oder durch höhere Verschuldung: Eine dynamische Simulationsanalyse"
Dieser Beitrag enthält ein sich über zwei Perioden erstreckendes Wachstumsmodell, mit dem die globalen Wirkungen von durch höhere Steuern im Gegensatz zu durch höhere Verschuldung finanzierte öffentliche Investitionen aufgezeigt werden sollen. Es werden dynamische Simulationen verwendet, um zu zeigen, wie Kapitalbildung und Wohlfahrt dieser sowie künftiger Generationen durch den Übergang zu einem neuartigen Gleichgewicht beeinflußt werden. Es wird aufgezeigt, wie Veränderungen der realen Produktionsmenge und der realen Zinsen in der Volkswirtschaft insgesamt, die durch die Wahlmöglichkeit zwischen steuer- und schuldenfinanzierten öffentlichen Investitionen bewirkt werden, die Haushaltszwänge der Regierung beeinflussen; dies ist ein Thema, das in der Literatur bisher noch nicht im einzelnen untersucht worden ist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß eine Steuerfinanzierung einer Schuldenfinanzierung von öffentlichen Investitionen vermutlich überlegen ist. Langfristig bewirkt eine Schuldenfinanzierung einen wesentlich stärkeren Verdrängungswettbewerb als die Steuerfinanzierung von öffentlichen Investitionen. Negative kurzfristige Effekte einer Steuerfinanzierung öffentlicher Investitionen können durch eine effiziente Steuertransferpolitik während der Übergangszeiträume vermieden werden, ohne daß die langfristig durch die öffentlichen Investitionen erzielten Wohlfahrtsgewinne dadurch geschmälert werden.
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Förster, Gerhard
"Staatstitel als Geld. Legal-Restrictions-Theory: Stand der Debatte und weitere Überlegungen"
Der Markt für Produkte des Managements von Transaktionskassen ist in Bewegung. Geldmarktfonds sind nur eine, heute schon am Markt bestehende Innovation. Theoretisch denkbar sind auch andere Formen, wie z.B. verzinsliche Fondsanteile, die zu Zahlungszwecken verwendet werden können. Darüber hat es in der angelsächsischen Literatur in den vergangenen Jahren eine theoretische Debatte gegeben. Es ging um die Frage, warum die Wirtschaftssubjekte neben verzinslichen Staatspapieren auch "Staatstitel" für Zahlungszwecke hielten, die unverzinslich sind. Gemeint waren die staatlichen Banknoten. Da beide Staatstitel von gleicher Bonität und damit Qualität seien, sei die Koexistenz beider Papiere ein Paradoxon. Anhänger der Legal Restrictions Theory stellten die Hypothese auf, daß es gesetzliche Verbote der privaten Intermediation von Staatstiteln in Fondsanteile seien, die eine Verdrängung des Bargeldes verhinderten. Die Gegner der Legal Restrictions Theory dagegen behaupten, daß es letztendlich die zu hohen Kosten der Intermediation und der Transaktionen seien, die ein Angebot von Staatstiteln als Geld verhinderten. So weit der Stand der Debatte. Weitere Überlegungen zeigen, daß dem Hauptargument der Legal Restrictions Theory aus innovationstheoretischen Argumenten heraus nicht gefolgt werden kann. Verbote und gesetzliche Erschwernisse der privaten Intermediation werden vermutlich längerfristig durch entsprechende Finanzinnovationen überwunden werden können. Deshalb ist vielmehr zu fragen, ob nicht die von den Anhängern der Legal Restrictions Theory in ihren Modellen verwendeten Kostenfunktionen weiterhelfen können. Auf Basis der Nachfragefunktion für Netzwerkprodukte kann gezeigt werden, daß Staatstitel als Geld hohe anfängliche Vermarktungskosten aufweisen, die einen Markterfolg im Keime ersticken können. Hauptgrund ist das legale Institut des gesetzlichen Zahlungsmittels des bestehenden Zentralbankgeldes. Es sind somit die legalen Restriktionen bei der Vermarktung von Geld, die die Koexistenz von unverzinslichem Geld mit verzinslichen Staatspapieren als hinreichende Bedingung erklären.
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Fase, M. M. G. und Huijser, A. P.
"Die Stabilisierung der Wechselkurse und Rentabilität amtlicher Marktinterventionen: eine Fallstudie für die Niederlande für den Zeitraum 1974 - 1989"
Dieser Beitrag enthält eine auf der Grundlage von Monatskursen auf dem Kassa- und Terminmarkt erstellte empirische Analyse der amtlichen Interventionen der Zentralbank der Niederlande auf dem Devisenmarkt im Zeitraum 1974 bis 1989.
Die wichtigste Botschaft dieser Analyse ist die, daß Interventionen auf dem niederländischen Devisenmarkt eine stabilisierende Wirkung haben. Die Latte, an der diese stabilisierende Wirkung gemessen wird, ist die Rentabilität. Es wird jedoch aufgezeigt, daß eine zweifelsfreie Rentabilitätsmessung von Zentralbankinterventionen schwierig ist. Ferner wird eine statistische Prüfmethode entwickelt, mit der die Ergebnisse darauf untersucht werden sollten, ob sie auf Zufallsfaktoren zurückzuführen sind.
(Das Friedman-Kriterium, amtliche Devisenmarktinterventionen, Zentralbank)
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Cox, Helmut
"Kommunale Sparkassen privatisieren? Bemerkungen aus ordnungs- und wettbewerbstheoretischer Sicht"
Der Verfasser geht in diesem Beitrag der Frage nach, ob die Forderung nach Privatisierung der kommunalen Sparkassen unter ordnungs- und wettbewerbstheoretischen Aspekten geboten ist. Hierbei setzt er sich kritisch mit den Hauptargumenten der Monopolkommission auseinander, die in ihrem 9. Hauptgutachten die Privatisierung der Sparkassen aus ordnungsprinzipiellen Gründen gefordert hat. In diesem Zusammenhang kommt der Verfasser zu dem Ergebnis, daß bei öffentlichen Wettbewerbsunternehmen, so auch bei kommunalen Sparkassen, von "Entscheidungszentralisierung" und "politisch vorgegebenen Zwecken" im Sinne der Theorie der Zentralverwaltungswirtschaft nicht die Rede sein könne und der sog. Gruppenwettbewerb zwischen öffentlichen Kreditinstituten, Privatbanken und Genossenschaftsbanken nicht auf der Vorstellung eines "geschlossenen, abgeschotteten und verteilbaren Bankenmarktes" beruhe. Es wird nachzuweisen versucht, daß der sog. Gruppenwettbewerb kein Wettbewerb zwischen Gruppen, sondern zwischen Einzelbanken mit unterschiedlicher Trägerschaft und teilweise unterschiedlichen Zielsystemen ist und gerade die Heterogenität der Bankenstruktur wesentlich zur Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs beitragen kann. Der Verfasser schließt nicht aus, daß unter bestimmten Voraussetzungen öffentliche Unternehmen durchaus privatisiert werden können, fordert aber im Vorfeld der Privatisierungsentscheidung nicht nur eine eingehende Prüfung der mit dem "öffentlichen Interesse" begründeten Aufgaben, sondern auch einen Wettbewerbstest (Marktstrukturtest), in welchem die Wirkungen einer Privatisierung auf die Marktstruktur und das künftige Wettbewerbsverhalten abgeschätzt werden sollen.
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Naust, Herrmann
"Zur Optionsscheinbewertung mit Rücksicht auf die Kapitalverwässerung bei der Ausübung"
In der Praxis wird zumeist der Unterschied zwischen Aktienoptionen und Covered Warrants einerseits sowie direkt emittierten Optionsscheinen der Aktiengesellschaften andererseits ignoriert, obwohl bei der Bewertung letzterer berücksichtigt werden müßte, daß es bei ihrer Ausübung zur Kapitalverwässerung und damit gleichsam zur Selbstentwertung kommt. Die in der Literatur gefundene Lösung für europäische Kaufoptionsscheine wird noch einmal hergeleitet. Anschließend wird eine Näherungsformel entwickelt, die die Wertbestimmung anhand der üblicherweise verfügbaren Parameter und Kennzahlen der Optionsbewertung in einfacher Weise erlaubt. Für Aktiengesellschaften mit mehreren Serien direkt emittierter Optionsscheine wird die Interdependenz der Bewertung von Aktien und allen Arten von Optionsscheinen demonstriert. Der Verfasser plädiert hier für ein pragmatisches Vorgehen durch Ignorieren der jeweils anderen Arten von Optionsscheinen.
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Breuer, Wolfgang
"Finanzintermediation und Wiederverhandlungen"
Die Beschränkung der Anzahl von Finanzierungsbeziehungen eines Unternehmens auf eine einzige durch die Einschaltung eines Finanzintermediärs kann dazu dienen, Probleme aus dem nicht-kooperativen Verhalten von Kapitalgebern zu vermeiden. Diamond hat dies 1984 anhand der Möglichkeit zur Einsparung von Kontrollkosten durch Finanzintermediation belegt. Im vorliegenden Beitrag wird gezeigt, daß ähnliches im Zusammenhang mit Wiederverhandlungen zum Zwecke des Forderungsverzichts bei Unternehmensinsolvenzen gilt: Diese lassen sich mit einem Finanzintermediär eher zu einem erfolgreichen Abschluß bringen als Verhandlungen mit einer Vielzahl kleiner Kapitalgeber. Auf diese Weise können u.U. gesamtwirtschaftlich ineffiziente Unternehmensliquidationen vermieden werden. Der Finanzintermediär selbst ist aufgrund von Diversifikationseffekten nur einem vernachlässigbaren Insolvenzrisiko und damit einer vernachlässigbaren Wiederverhandlungsproblematik im Verhältnis zu seinen Kapitalgebern ausgesetzt, so daß sich per Saldo ein gesamtwirtschaftlicher Wohlfahrtszuwachs durch Finanzintermediation einstellen kann.
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