Laidler, David
Some Aspects of Monetarism Circa 1970 - A View from 1994
Oberhauser, Alois
Die Last der Staatsverschuldung
Michaelis, Jochen
Stability Problems in Hyperinflation Models - Ein Kommentar
Rolfes, Bernd
Arbitragefreier Gewinntransfer an den Finanzmärkten - Eine kritische Analyse
Lang, Günter und Welzel, Peter
Strukturschwäche oder X-Ineffizienz? Cost-Frontier-Analyse bayerischer Genossenschaftsbanken
Menkhoff, Lukas
Zur deutschen Position im internationalen Devisenhandel: Starke Währung, schwacher Standort
Lahmann, Kai
Insiderhandel - Ökonomische Analyse eines ordnungspolitischen Dilemmas
(Kai Treske)
Fair, Donald E. and Raymond, Robert
The Competitiveness of Financial Institutions and Centres in Europe
(Beate Reszat)
Laidler, David
"Gewisse Aspekte des Monetarismus um 1970 - aus der Sicht von 1994"
Aus der Sicht von 1994 war der Monetarismus des Jahres 1970 nicht annähernd eine so homogene und in sich geschlossene Doktrin, wie dies der Fall zu sein schien. Drei unterschiedliche Ansätze zwischen den Hauptproponenten der Doktrin - Milton Friedman einerseits und Karl Brunner und Allan Meltzer andererseits - sind jetzt offensichtlich. Erstens: Brunner und Meltzer haben der Rolle des Kreditmarkts mehr Aufmerksamkeit gewidmet als Friedman.
Zweitens: Wegen seines empirischen Ansatzes war Friedman an einer Diskussion von Fragen, die von der Sozialfunktion des Geldes aufgeworfen werden, relativ wenig interessiert, während sich Brunner und Meltzer häufig mit diesen Fragen auseinandergesetzt haben. Drittens: Dieses zweite Charakteristikum der Arbeit Friedmans veranlaßte ihn zu einer Erörterung der Wechselwirkung von Inflation und Arbeitslosigkeit in Begriffen, die eindeutig die neoklassische Analyse durch Robert E. Lucas und andere vorwegnehmen, wohingegen Brunner und Meltzer wegen der Betonung, die sie auf die Rolle des Geldes als Mittel der Bewältigung von Informations- und Koordinierungsproblemen gelegt haben, dazu veranlaßt worden sind, viele der Einsichten dessen vorwegzunehmen, was heutzutage die "neue keynesianische Wirtschaftslehre" genannt wird. Somit wirft die monetaristische Literatur der Zeit von vor 25 Jahren ein aufschlußreiches Licht auf die Debatten unserer Zeit.
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Oberhauser, Alois
"Die Last der Staatsverschuldung"
Die Aufgabe des Aufsatzes besteht darin zu zeigen, daß in Abhängigkeit von dem verwandten Lastbegriff und unterschiedlichen Annahmen sehr verschiedene Lasteffekte durch die (interne) Verschuldung des Staates zustande kommen können. Es muß (1) zwischen einer realen Belastung in der Gegenwart oder der Zukunft, (2) einer einkommens- und vermögensmäßigen Belastung und - was meist übersehen wird - (3) einer Belastung einzelner Gruppen von Einkommensbeziehern durch Änderungen in der Einkommensverteilung unterschieden werden. Eindeutig unzutreffend ist es, in der Staatsverschuldung generell eine Belastung zukünftiger Generationen zu sehen. Diese ist insbesondere dann nicht zu erwarten, wenn bei einer kreditfinanzierten
Mehrnachfrage bei Unterbeschäftigung crowding-out-Effekte vermieden werden können. Eine Steuerfinanzierung der Zins- und Tilgungszahlungen stellt im allgemeinen keine reale Belastung dar, obwohl sich die Wirtschaftssubjekte einkommens- und vermögensmäßig belastet fühlen. Bei der Kreditnahme begünstigen Umschichtungen in der Einkommensverteilung vor allem die
Gewinneinkommensbezieher; bei der Schuldentilgung sind entgegengerichtete Wirkungen wahrscheinlich.
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Michaelis, Jochen
"Stability Problems in Hyperinflation Models - Ein Kommentar"
Der Beitrag von Zink endogenisiert die Auszahlungshäufigkeit von Löhnen und analysiert die Konsequenzen für die Dynamik von Hyperinflationsprozessen. Im Rahmen dieses Kommentars wird gezeigt, wie durch eine leichte Variation
des Zink-Modells ein Schwachpunkt traditioneller Hyperinflationsmodelle überwunden werden kann: Das Hochinflationsgleichgewicht ist stabil und weist - im Unterschied zur Literatur - auch die 'richtige' komparative Statik auf, d.h., ein höheres geldfinanziertes Budgetdefizit erhöht die gleichgewichtige Inflationsrate.
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Rolfes, Bernd
"Arbitragefreier Gewinntransfer an den Finanzmärkten - Eine kritische Analyse"
Die modellhafte Ableitung deterministischer Zinsstrukturkurven zeigt, daß in der jeweils aktuellen Zinsstruktur eine durchschnittliche Erwartung über die zukünftige Zinsentwicklung enthalten ist. Diese repräsentative Einschätzung des gesamten Geld- und Kapitalmarktes und des dahinterstehenden Expertenwissens kann als Anhaltspunkt für die eigene Zinsprognose herangezogen werden.
Deterministische Werte ohne Geld-/Brief-Differenzen stellen i.d.R. keine real konstruierbaren Größen dar, da sie nur für einen vollkommenen Markt gelten. In der Praxis ergeben sich die relevanten Gleichgewichts-Abzinsfaktoren und -Forward-Rates individuell aus der jeweiligen Dispositions-Situation einer Bank.
Eine Übertragung der vorangestellten Überlegungen auf die allgemeine Investitions- und Finanzierungstheorie zeigt, daß die im Rahmen der klassischen Investitionsrechnung aufgrund willkürlicher Prämissen über zukünftige Anlage- und Aufnahmezinssätze zwangsläufig auftretende Vermischung von
Investitions- und Wiederanlageerträgen im Rahmen der Marktzinsmethode vermieden wird. Das Barwert- und Endwertkonzept der Investitionsrechnung auf der Basis der Marktzinsmethode und der darin enthaltenen objektiven Zinssätze für zukünftige Anlagen und Aufnahmen sind folgerichtig in ihren Vorteilhaftigkeitsaussagen vollkommen gleichwertig.
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Lang, Günter und Welzel, Peter
"Strukturschwäche oder X-Ineffizienz? Cost-Frontier-Analyse der bayerischen Genossenschaftsbanken"
Mit Individualdaten von 764 bayerischen Genossenschaftsbanken aus dem Jahr 1992 werden Translog-Kostenfunktionen mit drei Inputs und sechs Outputs für das Quartil mit den niedrigsten und jenes mit den höchsten Kosten pro DM Bilanzsumme geschätzt. Hieraus lassen sich Maße für eine exogene, strukturbedingte Ineffizienz und eine betriebliche, managementbedingte X-Ineffizienz sowie für allokative und technische Ineffizienz berechnen. Die Ergebnisse verweisen auf das beachtliche Ausmaß der Kostenineffizienz insgesamt und auf das offensichtliche Abweichen vieler Banken von einer Produktion mit der effizientesten Technologie. Angesichts nur moderater Größen- und Verbundvorteile erscheint für dieses Segment des deutschen Bankgewerbes eine Strategie des Kostenmanagements im Inneren wichtiger als eine Strategie des Wachstums durch Übernahmen und Fusionen.
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