Bofinger, Peter
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften: Ein Phänomen auf der Suche nach einer Theorie
Schwier, Rolf
Spekulative Seifenblasen auf den Devisenmärkten - Ein kurzlebiges Phänomen?
Breuer, Wolfgang
Finanzintermediation und Reputationseffekte
Nöth, Markus
Untersuchung der Renditestruktur im Markt der DM-Euroanleihen
Egli, Dominik
Marktorientierte Schuldenerlassinstrumente
Wesche, Katrin
Konstanz Seminar on Monetary Theory and Monetary Policy 1995
Carlberg, Michael
Makroökonomische Szenarien für das vereinigte Deutschland (Jochen Michaelis)
Von Stein, Joh. Heinrich
Banken in Japan heute (Beate Reszat)
Bofinger, Peter
"Die internationale Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften: Ein Phänomen auf der Suche nach einer Theorie"
Die vorliegende Arbeit versucht, anhand eines ricardianischen Modells eine theoretische Fundierung des Konzepts der gesamtwirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zu leisten. Im Rahmen dieses Theorieansatzes lassen sich
wechselkursbedingte Störungen der internationalen Arbeitsteilung identifizieren, die unabhängig von den einzelwirtschaftlichen Determinanten des Außenhandels sind. Im Gegensatz zu Krugman kann man also feststellen, daß es durchaus sinnvoll ist, mit dem Konzept einer gesamtwirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zu operieren. Dieses deckt sich mit dem auf Balassa zurückgehenden Ansatz einer gesamtwirtschaftlichen "ability to sell". Das damit kompatible Meßkonzept für gesamtwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit ist der reale Wechselkurs auf der Basis von Lohnstückkosten. Empirische Studien zeigen, daß dieser Indikator in der Regel relativ gut geeignet ist, die Entwicklung von Import- und Exportströmen zu erklären. Gegenüber dem in der Diskussion häufig verwendeten Konzept einer
gesamtwirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit - im Sinne aller für das Realeinkommen und die Beschäftigung eines Landes relevanten Variablen - hat der hier verwendete Ansatz den Vorzug, daß er die spezifisch wechselkursbedingten Störungen der internationalen Arbeitsteilung sehr viel genauer ermitteln kann.
hoch
Schwier, Rolf
"Spekulative Seifenblasen auf den Devisenmärkten - Ein kurzlebiges Phänomen?"
Die Existenz spekulativer Seifenblasen auf den Devisenmärkten konnte bislang empirisch nicht eindeutig belegt werden. In diesem Beitrag wird die Hypothese überprüft, daß spekulative Seifenblasen kurzlebige, d.h. nur wenige Tage andauernde Entwicklungen darstellen. Das entwickelte Testverfahren ermöglicht zugleich eine Ursachenanalyse starker Wechselkursveränderungen. Die Ergebnisse für den (täglichen) Wechselkurs der D-Mark gegenüber dem
US-Dollar stützen sowohl die Existenz als auch die Kurzlebigkeit derartiger Phänomene. Darüber hinaus wird gezeigt, daß starke Kursveränderungen auch auf neu eintreffende Informationen zurückgeführt werden können.
hoch
Breuer, Wolfgang
"Finanzintermediation und Reputationseffekte"
Zur Erklärung der Existenz von Finanzintermediären ist es notwendig, die Vorteilhaftigkeit einer zwei- gegenüber einer einstufigen Finanzierungsbeziehung darzulegen. Im Verhältnis zwischen Intermediär und finanzierten Unternehmen
werden Probleme vermieden, die sich aus nicht-kooperativem Verhalten bei einer Vielzahl von Kapitalgebern eines Unternehmens im Falle direkter Finanzierung ergäben. Andererseits finanziert ein Intermediär gleichzeitig sehr viele
Unternehmen. Seit längerem ist bekannt, daß die dadurch möglichen Diversifikationseffekte etwaige Anreizprobleme zwischen Intermediär und Einlegern mildern. Ein weiterer, bislang wenig beachteter Vorteil von Intermediären besteht
darin, im Zeitablauf, also bei sequentieller Betrachtung, häufiger bzw. mit größerer Wahrscheinlichkeit wiederholt als Kapitalnachfrager aufzutreten als jedes einzelne Unternehmen. Finanzintermediäre sind daher eher zu Wohlverhalten bei der Mittelverwendung zum Zwecke des Reputationsaufbaus bzw. -erhalts bereit als einzelne Unternehmen. Dies gilt vor allem im Vergleich zu jungen Unternehmen, für die sich eine Investition in Reputation wegen ihrer oftmals noch geringen Fortführungswahrscheinlichkeit nicht lohnt. Gerade für junge Unternehmen bietet sich deswegen zur Vermeidung von Anreizproblemen die Einschaltung eines Intermediärs an.
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Nöth, Markus
"Untersuchung der Renditestruktur im Markt der DM-Euroanleihen"
Die Untersuchung der Renditestruktur am DM-Euroanleihemarkt unter besonderer Berücksichtigung des Anleiheratings steht im Mittelpunkt der Untersuchung. Dabei wird für den Zeitraum von 1988 bis 1991 u.a. gezeigt, daß mit sinkendem Rating die Rendite von ansonsten identischen Anleihen steigt. Neben dem Rating werden das allgemeine (DM-)Zinsniveau, das Emissionsvolumen und die Restlaufzeit der Anleihe zur Erklärung der Rendite herangezogen.
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