Lemmen, Jan J. G. und Eijffinger, C. W.
The Price Approach to Financial Integration: Decomposing European Money Market Interest Rate Differentials
Neumann, Manfred und Weigand, Jürgen
Monetäres Reinvermögen versus Geldmenge M3 - Zur Indikatorqualität alternativer monetärer Aggregate
Röder, Klaus und Bamberg, Günter
Intraday-Volatilität und Expiration-Day-Effekte am deutschen Aktienmarkt
Stehle, Richard und Huber, Rainer und Meier, Jürgen
Rückberechnung des DAX für die Jahre 1955 bis 1987
Reszat, Beate
Devisenmarkt Tokio: Marktstrukturen und Risiken
Sachs, J. D. und Larrain, F.
Makroökonomik in globaler Sicht (Michael Burchardt)
Mackscheidt, Klaus und Ewringmann, Dieter und Gawel, Erik
Umweltpolitik mit hoheitlichen Zwangsabgaben? (Wiebke Störmann)
Lemmen, Jan J. G. und Eijffinger, C. W.
"Finanzintegration über den Kurs als Vorgehensweise: Auflösung von Zinsgefällen am europäischen Geldmarkt"
Dieser Beitrag befaßt sich mit einer theoretischen und empirischen Analyse der Geldmarktintegration in der Europäischen Gemeinschaft. Er untersucht den Grad an Geldmarktintegration zwischen zehn EG-Mitgliedstaaten und Deutschland seit Beginn des Europäischen Währungssystems im März 1979. Geldmarktintegration wird als die Fähigkeit und Bereitschaft zur grenzüberschreitenden Bewegung von Geldmarktpapieren definiert. Die empirische Analyse stützt sich auf Berechnungen der mittleren Abweichungen von der Nettozinsparität, der ex post ermittelten
Bruttozinsparität und der ex post ermittelten Realzinsparität. Der Grad an Geldmarktintegration hängt entscheidend von den durch die Währungsrisikozuschläge zum Ausdruck kommenden Abwertungsrisiken ab. Im Falle Portugals und Griechenlands spielen auch Kapitalverkehrskontrollen eine Rolle.
hoch
Neumann, Manfred und Weigand, Jürgen
"Monetäres Reinvermögen versus Geldmenge M3 - Zur Indikatorqualität alternativen monetärer Aggregate"
Durch Regressions- und Kointegrationsanalyse wird gezeigt, daß seit den 80er Jahren in Deutschland ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der realen Geldmenge M3 und dem realen Sozialprodukt nicht mehr nachweisbar ist. Demgegenüber bestand sowohl für die 70er als auch für die 80er Jahre ein theoretisch begründeter und statistisch gesicherter Zusammenhang zwischen dem realen Sozialprodukt und dem realen monetären Reinvermögen, einem zinsgewichteten Geldmengenaggregat, das aufgrund zeitlichen Vorlaufs eine recht gute Prognosequalität für das reale Sozialprodukt besitzt. Daraus folgt, daß Geldpolitik nicht nur das Preisniveau beeinflußt, sondern auch reale Effekte hat. Das monetäre Reinvermögen ist damit als geldpolitischer Indikator überlegen und sollte deshalb als Alternative zur Geldmenge M3 in Betracht gezogen werden.
hoch
Röder, Klaus und Bamberg, Günter
"Intraday-Volatilität und Expiration-Day-Effekte am deutschen Aktienmarkt"
Diese Arbeit hat die Ermittlung des täglichen Verlaufs der Intraday-Volatilität zum Ziel. Die Intraday-Volatilität wird dabei mit Hilfe der Stichprobenvarianz der minütlichen DAX-Renditen in viertelstündlichen Intervallen gemessen.
Zusätzlich wird der Einfluß des Verfalls von Optionen und des DAX-Futures an der DTB auf die Kursentwicklung des Spotmarkts an der Frankfurter Wertpapierbörse untersucht.
Die Intraday-Volatilität ist von 1991 bis 1993 auf kalenderjährlicher Basis an allen Wochentagen gesunken. Betrachtet man viertelstündliche Intervalle, so ist festzustellen, daß die Intraday-Volatilität bis auf zwei Ausnahmeintervalle von
1991 bis 1993 fällt.
Die Intraday-Volatilität der ersten 3 Viertelstunden des amtlichen Handels liegt signifikant über der Intraday-Volatilität des restlichen Tages. Im Intervall von 12.16 bis 12.30 erreicht die Volatilität - zum Zeitpunkt der Ermittlung der Kassakurse - ein lokales Maximum. Gegen Handelsende steigt die Volatilität erneut geringfügig an.
Der Verfall des DAX-Futures erhöht die Volatilität zu Handelsbeginn. Die Erhöhung der Volatilität zu Handelsschluß, die durch den Verfall von Optionen bedingt wird, beträgt mehr als das Doppelte des Einflusses des Verfalls des
Futures-Kontraktes zu Handelsbeginn.
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Stehle, Richard und Huber, Rainer und Meier, Jürgen
"Rückberechnung des DAX für die Jahre 1955 bis 1987"
Seit seiner Einführung im Jahre 1988 hat sich der DAX zum wichtigsten Indikator für die Performance deutscher Aktien entwickelt. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Rückberechnung des DAX für den Zeitraum von Januar 1955 bis Dezember 1987 vorgestellt und die damit verbundenen Probleme ausführlich diskutiert. Zudem erfolgt ein Vergleich mit der von Mella ermittelten und für Analysezwecke vielfach verwendeten historischen DAX-Zeitreihe.
Die Berechnungen zeigen, daß mit deutschen Standardaktien in der Vergangenheit deutlich höhere Durchschnittsrenditen als mit festverzinslichen Wertpapieren zu erzielen waren. So ergibt sich bei dem bis 1993 der
DAX-Berechnung implizit zugrundeliegenden Einkommensteuersatz von 36% (seither 30%) für deutsche "Bluechip" -Aktien im Zeitraum 1955 bis 1991 ein (arithmetisches) Mittel der jährlichen Renditen von 11,68%. Für die Jahre 1960
bis 1987 beträgt der Mittelwert 8,19% (jeweils nach Einkommensteuer). Auf Basis der Mella-Zeitreihe sind im letzteren Zeitraum dagegen nur 5,58% zu verzeichnen. Dieses Ergebnis läßt sich im wesentlichen dadurch erklären, daß die Daten von Mella durch eine Verkettung verschiedener Indexzeitreihen gewonnen wurden, deren Konzepte über lange Zeit u.a. keine Einbeziehung von Dividenden vorsahen. Dies führt zu einer systematischen Unterschätzung der Renditen.
Wir hoffen, die Ergebnisse dieser Studie tragen mit dazu bei, daß deutsche Aktien verstärkt als eine bislang erfolgreiche und aller Voraussicht nach auch für die Zukunft empfehlenswerte Anlagemöglichkeit eingestuft werden.
hoch