Nautz, Dieter und Wolters, Jürgen
Die Entwicklung langfristiger Kreditzinssätze: Eine empirische Analyse
Spahn, Heinz-Peter
Glaubwürdigkeit, Zeitinkonsistenz und Zinsdifferenzen in einem System fester Wechselkurse
Dewachter, Hans
Measuring Exchange Rate Smoothness across Regimes
Schmid, Frank A.
Banken, Aktionärsstruktur und Unternehmenssteuerung (Teil II)
Bester, Helmut und Scheepens, P. J. F.
Internal Finance versus Bank Debt: The Gains from Establishing a Debt History
Hasche-Preuße, Christine
Stripping von Bundesanleihen oder die Direktemission von Zerobonds
Jakobs, Wolfgang und Schröder, Jürgen
Optimales Hedging (Kurssicherung) im Außenhandel
Marquardt, Ralf-Michael
Vom Europäischen Währungssystem zur Wirtschafts- und Währungsunion (Silvia Marengo)
Nuck, Stefan W.
Zur ökonomischen Theorie geldpolitischer Institutionen. Alternative theoretische Analysemöglichkeiten institutionellen Wandels in der Geldordnung - dargestellt am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland (Wolfgang Kerber)
Rudolph, Bernd
Derivative Finanzinstrumente (Thomas Ebertz)
Nautz, Dieter und Wolters, Jürgen
"Die Entwicklung langfristiger Kreditzinssätze: Eine empirische Analyse"
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung und den Zusammenhang zwischen 5- und 10jährigen Kredit- und Kapitalmarktzinssätzen. Kointegrationstests zeigen eine Separierung der Zinssätze bezüglich ihrer Fristigkeit: Der
refinanzierungstechnisch bedingte Zusammenhang zwischen einem Kredit- und dem zugehörigen Kapitalmarktzinssatz gleicher Fristigkeit ist stärker als der aus der Erwartungshypothese der Zinsstruktur folgende Zusammenhang zwischen
Zinssätzen unterschiedlicher Fristigkeit. Mit Hilfe von Impulsantwortfunktionen und einer dynamischen Faktoranalyse wird demonstriert, daß die Zusammenhänge zwischen Zinssätzen unterschiedlicher Fristigkeit dennoch nicht nur
kurzfristiger Natur sind. Dies führt zu einer deutlich verbesserten Prognose der 5jährigen Kreditzinssätze.
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Spahn, Heinz-Peter
"Glaubwürdigkeit, Zeitinkonsistenz und Zinsdifferenzen in einem System fester Wechselkurse"
Das Barro-Gordon-Modell läßt sich auf eine offene Volkswirtschaft übertragen. Wenn die wirtschaftspolitische Zielfunktion eine gewisse Präferenz für das Beschäftigungsziel aufweist, ist das Versprechen, einen festen Wechselkurs aufrechterhalten zu wollen, nicht glaubwürdig, weil eine Abwertung bei nachhängenden Wechselkurserwartungen Beschäftigungsgewinne einbringt. In Antizipation einer solchen Täuschung treten Abwertungserwartungen auf, die sich in Zinsdifferenzen zwischen Wertpapieren verschiedener Währungen umsetzen.
Der Wirtschaftspolitik bleibt damit nur die Wahl zwischen den gleichermaßen schlechten Alternativen, den Fixkurs mit höheren Zinsen zu verteidigen und dabei Beschäftigungsverluste hinzunehmen oder die erwartete Abwertung zu
vollziehen und die Preisstabilität zu gefährden. Zinsdifferenzen und Währungskrisen im EWS lassen sich als teilweise gescheiterte Versuche deuten, Wirtschafts- und Währungspolitik stärker an langfristigen Zielen und Bindungen zu
orientieren.
hoch
Dewachter, Hans
"Messung der regimeübergreifenden Geschmeidigkeit von Wechselkursen"
Dieser Beitrag schlägt einen Rahmen vor für die Untersuchung der regimeübergreifenden Geschmeidigkeit von Wechselkursen und wendet diesen Rahmen an auf die in Deutscher Mark und französischen Francs notierten Kurse
des Europäischen Wechselkursmechanismus. Es wird festgestellt, daß die traditionelle Schlußfolgerung, daß Systeme mit quasi-festen Wechselkursen die Geschmeidigkeit mindern, entscheidend davon abhängt, ob in Deutscher Mark oder in französischen Francs notierte Kurse untersucht werden.
hoch
Schmid, Frank A.
"Banken, Aktionärsstruktur und Unternehmenssteuerung (Teil II)"
Anhand zweier Samples für große deutsche Aktiengesellschaften wird die Hypothese überprüft, daß die Aktionärsstruktur einen intangiblen Vermögenswert des Unternehmens darstellen kann. Für das 1974er Sample zeigen
die Resultate einen positiven Einfluß des Anteilsbesitzes von Banken auf die Performance der Unternehmen. Für das 1985er Sample dagegen geht die Wirkung von Banken bei der Unternehmenssteuerung nicht über den positiven Einfluß nichtbanklicher Großaktionäre hinaus. Ein statistischer Test zeigt, daß die Hypothese, es liege zwischen den beiden Analysezeitpunkten keine Strukturveränderung vor, verworfen werden muß. Eine Analyse zur Aufsichtsratspräsenz von Banken widerspricht der von Edwards und Fischer (1994) vertretenen Position, daß deutsche Banken die Stimmrechtsvertretung nicht zur Durchsetzung von Mandaten einsetzen.
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Bester, Helmut und Scheepens, P. J. F.
"Interne Finanzierung versus Bankkredit: Der Vorteil langfristiger Kreditbeziehungen"
Die Arbeit betrachtet ein Zwei-Perioden-Modell, in dem Firmen in der zweiten Periode auf externe Finanzierung angewiesen sind. Die Firmen können ihre Kreditkosten senken und die Verfügbarkeit eines Kredits in der zweiten
Periode erhöhen, indem sie bereits in der ersten Periode eine Reputation bei einer Bank etablieren. Dieser Reputationseffekt kommt dadurch zustande, daß die Bank in der ersten Periode Kontrollkosten aufwendet, wenn der Kredit nicht abgesichert ist. Aufgrund des Reputationseffektes kann ein Bankkredit attraktiver als interne Finanzierung in der ersten Periode sein. Diese Beobachtung steht im Widerspruch zu einem Ergebnis von Myers und Majluf (1984), nach dem Firmen interne Finanzierung gegenüber externer Finanzierung bevorzugen.
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