Frowen, Stephen F. und Karakitsos, Elias
An Evaluation of Inflation Targeting in Germany and the UK
Scholing, Eberhard und Timmermann, Vincenz
Gesamtwirtschaftliche Liquidität als Orientierungsgröße der Geldpolitik
Hof, Franz Xaver
Zeitinkonsistenz und Zinsdifferenzen in einem System fester Wechselkurse - Ein Kommentar
Spahn, Heinz- Peter
Glaubwürdigkeit, Zeitinkonsistenz und Zinsdifferenzen in einem System fester Wechselkurse - Eine Replik
Schmidt-von Rhein, Andreas und Roth, Hanno
Der Einfluß von Anlegerpräferenzen auf die Performancemessung
Wesche, Katrin
Konstanz Seminar on Monetary Theory and Monetary Policy 1997
Schulte, Reinhard
Kursänderungsrisiken festverzinslicher Wertpapiere (Dirk Tetzlaff)
Biervert, Bernd und Held, Martin
Die Dynamik des Geldes - Über den Zusammenhang von Geld, Wachstum und Natur (Heinz- Peter Spahn)
Frowen, Stephen F. und Karakitsos, Elias
"Bewertung des Inflation-Targeting in Deutschland und im Vereinigten Königreich"
Die Autoren vergleichen die Geldpolitik der britischen und der deutschen Währungsbehörden und die bei der Eindämmung der Inflation seit den 50er Jahren erzielten Ergebnisse. Sie erläutern das langfristige Abstellen auf Preisstabilität in Deutschland und setzen den deutschen Fall in einen Gegensatz zu den unterschiedlichen Erfahrungen in Großbritannien, die auf die Ausübung politischen Drucks, eine weniger stringente und weniger konsequente Haltung zur Preisstabilität zumindest bis zu den frühen 90er Jahren und auf die bis Mai 1997 unterschiedliche Stellung der britischen Zentralbank, der Bank of England, zurückzuführen sind. Es werden die Tendenzen in der Geldpolitik und Durchführungsprobleme in Großbritannien seit der Abkehr des Landes vom Europäischen Wechselkursmechanismus im September 1992 untersucht. Die Autoren behandeln ebenfalls den Rahmen der von der im Mai 1997 gewählten Labour-Regierung eingeführten neuen Geldpolitik, die der Bank of England Unabhängigkeit in der Zinspolitik gewährt und die bisherige Inflationshöchstgrenze durch ein vom Schatzamt bestimmtes Inflations-Target von zunächst 2,5 % ersetzt hat. Darüber hinaus bieten die Autoren einen theoretischen Rahmen für einen Vergleich des Inflations-Targeting in Deutschland und im Vereinigten Königreich auf der Grundlage eines Optimierungsansatzes an sowie ein detailliertes Zahlenwerk, aus dem hervorgeht, wie weit es Deutschland und Großbritannien gelungen ist, im Verlaufe bestimmter Nachkriegszeiträume eine optimale Geldpolitik zu verfolgen.
hoch
Scholing, Eberhard und Timmermann, Vincenz
"Gesamtwirtschaftliche Liquidität als Orientierungsgröße der Geldpolitik"
Im vorliegenden Beitrag wird der Versuch unternommen, die "gesamtwirtschaftliche Liquidität" so zu bestimmen, dass sie als Orientierungsgröße für die Geldpolitik dienen kann. Ausgangspunkt ist die Überlegung, daß "Liquidität" ein nicht direkt beobachtbares Phänomen darstellt, das sich nur indirekt messen läßt. Der Zusammenhang zwischen latenten und beobachtbaren Liquiditätsgrößen wird hier durch ein MIMIC-Modell abgebildet. Die Modellparameter werden mit Quartalsdaten für Deutschland über den Zeitraum von 1974:1 bis 1995:4 geschätzt. Die empirischen Ergebnisse sprechen für die Existenz einer latenten Variable "Gesamtwirtschaftliche Liquidität" und dafür, daß diese Variable bezüglich Inflationsrate und realer Wachstumsrate bessere Prognoseeigenschaften besitzt als die Geldmenge M3. Das legt den Schluß nahe, daß einem multivariaten Liquiditätskonzept als Orientierungsgröße für die offizielle Geldpolitik - auch einer zukünftigen Europäischen Zentralbank - der Vorzug zu geben ist.
hoch
Hof, Franz Xaver
"Glaubwürdigkeit, Zeitinkonsistenz und Zinsdifferenzen in einem System fester Wechselkurse - Ein Kommentar ( S. 552-569)"
In Spahn (1996) wurde der Versuch unternommen, den Barro-Gordon-Ansatz auf eine offene Volkswirtschaft zu übertragen. Im vorliegenden Kommentar zu dieser Arbeit wird zunächst gezeigt, daß die von Spahn verwendete Spezifikation des Mundell-Fleming-Modells präzisiert bzw. modifiziert werden muß, um konsistente Interpretationen des Modells zu ermöglichen. In einem zweiten Schritt wird der von Spahn gewählte Ansatz in Anlehnung an die Mainstream-Literatur folgendermaßen erweitert: Erstens werden rationale Erwartungen eingeführt. Zweitens wird bei der Analyse des "one-shot game" zusätzlich zur "precommitment solution" und der "fooling solution" auch die "time consistent solution" berechnet. Es wird gezeigt, daß die für eine kleine offene Volkswirtschaft abgeleiteten Ergebnisse bei korrekter Spezifikation des Modells eine komplexere Struktur aufweisen als die entsprechenden Ergebnisse für die geschlossene Wirtschaft. Darüber hinaus sind diese Ergebnisse vom empirischen Standpunkt aus unbefriedigend. Abschließend wird angedeutet, warum die Analyse eines wiederholten Spiels noch komplizierter wäre, als man dies aufgrund der verbalen Skizze von Spahn vermuten könnte.
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Schmidt-von Rhein, Andreas und Roth, Hanno
"Der Einfluß von Anlegerpräferenzen auf die Performancemessung"
Bei der Performancemessung von Wertpapierportfolios wird bisher üblicherweise die aktive Performance des gemanagten Portfolios gegenüber einer anlegerspezifischen Benchmark gemessen und mittels Performance- Attribution den einzelnen Erfolgsquellen zugeordnet, um die Leistung der Portfoliomanager zu beurteilen. Unberücksichtigt bleiben bei dieser einstufigen Performancemessung jedoch die Einflüsse und Auswirkungen von Anlegerpräferenzen, die aber ebenfalls den Gesamtanlageerfolg des Portfolios mitbestimmen. Gerade in der individuellen Vermögensverwaltung können anlegerbedingte Vorgaben und Präferenzen ein erhebliches Ausmaß erreichen und die Performance entscheidend beeinflussen.
Dieser Beitrag stellt deshalb ein rendite-/risikobasiertes Konzept zweistufiger Performancemessung und -attribution vor. Es ermöglicht eine Analyse des Gesamterfolgs eines gemanagten Portfolios, indem es nach Markt-, Anleger- und Managereinflüssen trennt. Betrachtungsschwerpunkt ist dabei die Messung und Attribution anlegerspezifischer Einflüsse. Das Konzept zweistufiger Performancemessung, seine Methoden und Anwendungsbereiche werden ausführlich vorgestellt und der praktische Einsatz anhand eines umfassenden Beispiels demonstriert.
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Bruhn, Manfred
"Messung und Sicherstellung der Dienstleistungsqualität im Kreditgewerbe
Ansatzpunkte eines umfassenden Qualitätsmanagements im Finanzdienstleistungssektor (Teil II)"
Die Diskussion der Themenbereiche Dienstleistungsqualität (aus Unternehmensperspektive) bzw. Kundenzufriedenheit (aus Kundenperspektive) hat im Finanzdienstleistungssektor in den vergangenen Jahren beträchtlich an Intensität gewonnen. Aufbauend auf der Diskussion der theoretischen Grundlagen eines Qualitätsmanagements für Finanzdienstleistungsunternehmen in Teil I des Beitrages werden Ansatzpunkte zur empirischen Erfassung der Dienstleistungsqualität vorgestellt. Am Beispiel einer real durchgeführten Befragung bei Kunden und Mitarbeitern zweier Kreditinstitute werden sowohl Anforderungen an das Design einer empirischen Untersuchung als auch ausgewählte Ergebnisse der Befragung als Ansatzpunkte eines umfassenden Qualitätsmanagements erörtert. In den weiteren Abschnitten werden die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem im Bankbereich sowie die Phasen des Qualitätsmanagements diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit muß dabei den Fragen der Implementierung und Institutionalisierung des Qualitätsmanagements gewidmet werden, um einen kontinuierlichen Qualitätsmanagementprozeß im Unternehmen zu ermöglichen.
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