Ramb, Fred
Verschuldensstrukturen im Vergleich - Eine Analyse europäischer Unternehmen
Rösl, Gerhard und Schäfer, Wolf
A Conceptual Approach to the Creation and Allocation of Central Bank Profits in the Euro Area
Bikker, Jacob A. und Groeneveld, Johannes M.
Competition and Concentration in the EU Banking Industry
Breuer, Wolfgang
Hedging und Reputationsaufbau auf Terminmärkten
Burkhardt, Thomas und Lohmann, Karl
Banking and Electronic Commerce im Internet (Hermann Meyer zu Selhausen)
Wolgast, Michael
Deviseneigenhandel der Geschäftsbanken, Devisenspekulation und nichtfundamentale Wechselkursbewegungen (Beate Reszat)
Wohlschieß, Volker
Unternehmensfinanzierung bei asymmetrischer Informationsverteilung
(Hellmuth Milde)
Ramb, Fred
"Verschuldungsstrukturen im Vergleich - Eine Analyse europäischer Unternehmen"
Auch dreißig Jahre nach dem Artikel von Modigliani und Miller und zahllosen
weiteren Veröffentlichungen ist die Frage zur Verschuldungsstruktur von Unternehmen weitgehend ungelöst. Dabei ist insbesondere in der empirischen Evidenz dieses Forschungsgebietes ein Defizit festzustellen. Unter Verwendung von Unternehmensdaten aus sieben europäischen Ländern werden in dieser Arbeit für die beiden Rechtsformgruppen Aktiengesellschaften und Nicht-Aktiengesellschaften die Einflußfaktoren auf die Verschuldungsstruktur analysiert. Für die meisten der analysierten Länder - darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande - können keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich der Determinanten der Verschuldungsstruktur von Aktiengesellschaften und Nicht-Aktiengesellschaften festgestellt werden. Nur in Großbritannien und Italien ließen sich erhebliche Unterschiede in den Einflußgrößen nachweisen. (JEL C21, G 15, G32)
hoch
Rösl, Gerhard und Schäfer, Wolf
"Entstehung und Verteilung der Zentralbankgewinne im Euro-Währungsraum -
Ein konzeptioneller Ansatz"
Die Analyse der geldpolitischen Kompetenzverteilung im Euro-Währungsraum läßt eine konzeptionelle Dreiteilung der Notenbankgewinnentstehung in eine EZB-, NZB-ESZB- und NZB-ESZB-unabhängige Komponente zu. Aufgrund der mangelnden operationalen Tätigkeit der EZB ist die zu erwartende Höhe des EZB-Gewinns sehr begrenzt. Zudem sind größere Umverteilungswirkungen aus der Verteilung der EZB-Gewinne nicht zu erwarten. Dies gilt nicht für einen bedeutenden Teil der Gewinne der NZBen. Die gemäß Artikel 32.2 der EZB/ ESZB-Satzung zu poolenden monetären Netto-Einkünfte der NZBen werden mit Bezug auf die Grundkonzeption als ESZB-Gewinne der NZBen interpretiert und nach dem Deadline-earmarking-verfahren erfaßt. Entstehende unerwünschte Umverteilungswirkungen zwischen den NZBen können hierbei zwar nicht ausgeschlossen, bei geeigneter Vorgehensweise aber begrenzt werden. Die Analyse der NZB-ESZB-unabhängigen Komponente untersucht den geldpolitischen Spielraum der NZBen, welcher den NZBen auch nach der Gründung der Währungsunion verbleibt. Dieser Teil des Gewinns einer NZB sollte getrennt erfaßt werden und bei der jeweiligen NZB verbleiben.
hoch
Bikker, Jacob A. und Groeneveld, Johannes M.
"Wettbewerb und Konzentration in der Kreditwirtschaft der EU"
Dieser Beitrag stellt eine empirische Untersuchung der Wettbewerbsstruktur der Kreditwirtschaft in der EU insgesamt sowie in einzelnen EU-Ländern dar. Die Studie folgt der Methodik von Panzar-Rosse, bei der zur Bewertung der Elastizität der Gesamtzinseinnahmen hinsichtlich Veränderungen der Inputpreise der Banken eine nichtschematische Schätztechnik zum Einsatz gelangt. Die signifikanten positiven Meßwerte der Wettbewerbsfähigkeit zeigen, daß die Banken in keinem der EU-Länder ein Monopol-Verhalten an den Tag legen. Der Bankensektor in den europäischen Ländern arbeitet eher unter monopolistischen Wettbewerbsbedingungen, wenngleich dies von Land zu Land unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Ergebnisse stützen bis zu einem gewissen Grade auch die konventionelle Meinung. daß Konzentration für die Wettbewerbsfähigkeit schädlich ist.
hoch
Breuer, Wolfgang
"Hedging und Reputationsaufbau auf Terminmärkten"
Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird geprüft, unter welchen Bedingungen die Möglichkeit nicht allgemein beobachtbarer unternehmerischer Terminmarkt-Aktivitäten trotz der Existenz eines potentiellen Risikoanreizproblems und der Annahme allgemeiner Risikoneutralität gesamtwirtschaftlich positive Wohlfahrtswirkungen entfalten kann. Innerhalb eines Mehr-Perioden-Kontexts ist es denkbar, daß Unternehmen aus eigenem Antrieb zur Reduktion ihrer Insolvenzwahrscheinlichkeit Termingeschäfte abschließen, um eine Schlechterbewertung ihrer künftigen Bonität seitens potentieller Kapitalgeber als Folge einer Insolvenz möglichst zu vermeiden. Der Anreiz für Unternehmen zum Reputationsaufbau wird unter anderem auf standardisierten Futuresmärkten tendenziell stärker ausfallen als auf Forwardmärkten mit individuell gestaltbaren Vertragskonditionen. Aus praktischer Sicht ist erwähnenswert, daß der vorliegende Beitrag eine Rechtfertigung für die Ausrichtung von Maßnahmen des unternehmerischen Risikomanagements an einem - Kriterium liefert, wobei der Erwartungswert der nach Gläubigerbedienung verbleibenden (einperiodigen) Einzahlungsüberschüsse ist, während die jeweilige Insolvenzwahrscheinlichkeit der Unternehmung beschreibt. (JEL G 10, G 11)
hoch