Kraft, Holger und Reichling, Peter
Prinzipal-Agents-Beziehung: First-best, second-best und third-best
Kakes, Jan
Monetary Policy and Business Cycle Asymmetry in Germany
August, Roland und Schiereck, Dirk und Weber, Martin
Momentumstrategien am deutschen Aktienmarkt: Neue empirische Evidenz zur Erklärung des Erfolgs
Wahrenburg, Mark und Niethen, Susanne
Vergleichende Analyse alternativer Kreditrisikomodelle
White, Lawrence H.
The Theory of Monetary Institutions (Patrick A. Muhl)
Menkhoff, Lukas und Reszat, Beate (Eds.)
Asian Financial Markets - Structures, Policy Issues and Prospects
(Nicolas Schlotthauer)
Sapusek, Annemarie
Informationseffizienz auf Kapitalmärkten (Isabelle zu Sayn-Wittgenstein)
Kraft, Holger und Reichling, Peter
"Prinzipal-Agent-Beziehung: First-best, second-best und third-best "
Der Beitrag betrachtet das klassische Prinzipal-Agent-Problem in diskreter Formulierung. Im Vordergrund steht dabei die Monotonie des Entlohnungsschemas. Ein Ziel stellt eine Übersicht über Bedingungen dar, die im Second-best-Fall wachsende Entlohnungsschemata gewährleisten. Selbst bei Beschränkung auf einen risikoneutralen Prinzipal kann über den Verlauf eines Second-best-Entlohnungsschemas im allgemeinen nur gesagt werden, dass es konstant verläuft oder an mindestens einer Stelle steigt. Deshalb treten in manchen Situationen abschnitts- weise fallende Second-best-Entlohnungsschemata auf.
Sind abschnittsweise fallende Entlohnungsschemata nicht zulässig (Third-best- Fall), ergibt sich ein Wohlfahrtsverlust aus der Tatsache, dass eine künstliche Monotonisierung des Entlohnungsschemas dessen Anreizwirkung mindert. Zudem zahlt der Prinzipal dem Agenten bei größeren Rückflüssen tendenziell ein zu hohes Gehalt.
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Kakes, Jan
"Geldpolitik und Konjunkturasymmetrie in Deutschland"
In diesem Beitrag untersuchen wir, ob die Auswirkungen der Geldpolitik auf die industrielle Produktion in Deutschland im Verlauf eines von Rezession gekennzeichneten Zeitraums stärker sind als während eines Konjunkturaufschwungs. Wendet man zur Trennung von Rezession und Expansion ein Markovsches Stufen-Schaltmodell sowie drei verschiedene Politikindikatoren an, stößt man auf starke Beweise dafür, dass asymmetrische Auswirkungen der Geldpolitik auf den Konjunkturzyklus vorhanden sind. Unsere Erkenntnisse beinhalten, dass bei den üblichen linearen Vorgehensweisen, wie zum Beispiel VAR-Modellen, zeitvariable Aspekte des Geldtransmissionsmechanismus außer acht gelassen werden.
hoch
August, Roland und Schiereck, Dirk und Weber, Martin
"Momentumstrategien am deutschen Aktienmarkt: Neue empirische Evidenz zur Erklärung des Erfolgs"
Diese Studie analysiert den Erfolg von Momentumstrategien am deutschen Aktienmarkt. Unsere Ergebnisse bestätigen den nachhaltigen Erfolg von Momentumstrategien auch für risikoadjustierte Renditen. Bei Berücksichtigung des Renditerisikos fällt die Renditedifferenz zwischen Sieger- und Verlierer-Portefeuilles sogar eher höher aus. Dabei zeigen die Ergebnisse auffallende saisonale Renditemuster. Mit diesem Erfolg wird auch die Frage nach der Erklärbarkeit der gefundenen Überrenditen evident. Da Effizienzmarktthese und CAPM hier offensichtlich scheitern, gilt es, neue Modelle zur Abbildung der gefundenen Renditestrukturen zu entwickeln. Dafür finden insbesondere verhaltenswissenschaftlich fundierte Ansätze, die heute allgemein unter dem Oberbegriff "Behavioral Finance" subsumiert werden, eine verstärkte Berücksichtigung.
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Wahrenburg, Mark und Niethen, Susanne
"Vergleichende Analyse alternativen Kreditrisikomodelle"
In den letzten Jahren wurden verschiedene Modelle entwickelt, um das Ausfallrisiko von Banken unter Berücksichtigung von Portfolioeffekten zu quantifizieren. Bisher hat sich kein Ansatz als allgemein akzeptierter Standard durchsetzen können. Da die Modelle grundlegende konzeptionelle Unterschiede aufweisen und unterschiedliche empirische Inputdaten verwenden, hat die Auswahl eines Kreditrisikomodells unter Umständen einen erheblichen Einfluss auf die Kreditportfoliosteuerung der Bank. In diesem Beitrag soll deshalb geklärt werden, ob die Modelle systematisch abweichende Value-at-Risk-Werte berechnen und worin die Ursachen für auftretende Abweichungen liegen. Zunächst wird gezeigt, dass die bestehenden Kreditrisikomodelle in zwei grundlegende Klassen eingeteilt werden können: Assetwert-basierte Modelle und auf Ausfallraten basierende Modelle. Am Beispiel eines Musterportfolios von Krediten an deutsche Baufirmen werden zwei Vertreter der Modellklassen (CreditMetrics und CreditRisk+) verglichen und der Effekt der unterschiedlichen empirischen Inputparameter auf die Risikoergebnisse abgeschätzt. Die Analyse zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Modellen. Eine Analyse der Abweichungsursachen ergibt allerdings, dass der Grund für die großen Value-at-Risk-Unterschiede in erster Linie in den unterschiedlichen empirischen Inputdaten liegt, welche zu unterschiedlichen impliziten Korrelationsannahmen führen. Es wird gezeigt, wie die Modellparameter gewählt werden müssen, um identische Korrelationen zu erzeugen. Bei konsistenten Korrelationsannahmen stimmen die Ergebnisse beider Modelle weitgehend überein.
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