Heinemann, Friedrich
Strategic Lessons from the Maastricht Criteria
Maier, Philipp
Pressure on the Bundesbank?
Nautz, Dieter
Zur empirischen Relevanz des Monetären Modells für die Erklärung des DM/ Dollar-Wechselkurses
Arnold, Lutz
Kreditrationierung, Arbeitslosigkeit und Konjunkturfluktuationen
Dankenbring, Henning
Volatility Estimates of the Short-Term Interest Rate with an Application to German Data
Steinle, Claus und Ahlers, Friedel und Rutter, Christoph
Zukunftsforschung und Strategieentwicklung in Finanzdienstleistungsunternehmungen: Konzept, empirisches Schlaglicht und Gestaltungsoptionen
Simmert, Diethard B. und Welteke, Ernst (Hrsg.)
Die Europäische Zentralbank. Europäische Geldpolitik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Politik (Philip M. V. Hallensleben)
Hartmann, Philipp
Currency Competition and Foreign Exchange Markets - The Dollar, the Yen and the Euro (Beate Reszat)
Heinemann, Friedrich
"Strategische Lehren der Maastricht-Kriterien "
Die Fiskalkriterien des Maastrichter Vertrags sind in der ökonomischen Analyse heftig kritisiert worden. Ein Teil dieser Kritik basiert möglicherweise auf einem zu engen ökonomischen Ansatz, der die strategische Funktion der Kriterien übersieht. Diese Studie beleuchtet diese vernachlässigte Dimension und interpretiert die Kriterien in einem verhandlungstheoretischen Kontext als Boundaries. Eine Boundary hat den Erkenntnissen der Verhandlungstheorie zufolge den Zweck, Verhandlungsgleichgewichte zu verändern. Dies dürfte die hauptsächliche Funktion der Kriterien gewesen sein: Fiskalpolitische Gleichgewichte konnten dadurch verändert werden, daß ein EWU-Beitritt abhängig von einer Verbesserung der fiskalischen Variablen war. In einem einfachen Verhandlungsmodell werden die Bedingungen für die strategische Effektivität dieser Art von Konditionalität im Verhältnis zwischen dem Rat der EU und dem Medianwähler eines EU-Mitgliedstaats demonstriert. Die empirischen Resultate bestätigen die Vorhersage der Theorie, daß die Kriterien besonders in den Ländern mit einer großen Euro-Zustimmung in der Bevölkerung effektiv waren. Dies rechtfertigt die Erwartung einer wieder nachlassenden Konsolidierung in diesen Ländern in den Jahren nach dem Beginn der EWU.
hoch
Maier, Philipp
"Druck auf die Bundesbank?"
Wir untersuchen, ob die deutsche Zentralbank auf politischen Druck reagiert. Wir befassen uns hauptsächlich mit zwei Punkten ? mit der Rhetorik der Bundesbank, für die der Bundesbankindex für die monetäre Entwicklung charakteristisch ist, und mit der tatsächlichen oder effektiven, am Tageszins gemessenen Politik der Bundesbank. Neben der Erhebung einer konjunkturpolitischen Stichprobe schätzen wir auch diverse Konfliktmodelle. Wir sind der Meinung, daß die von der Bundesbank angekündigte Politik vor Wahlen auf politischen Druck reagiert, da die Rhetorik der Bank ein klares wahlpolitisches Reaktionsmuster zu erkennen gibt. Dieses wird jedoch in die effektive Politik der Bundesbank nicht umgesetzt, da die Entwicklung der Tageszinssätze keineswegs zu erkennen gibt, daß die Bundesbank auf irgendeinen politischen Einfluß reagiert. Diese Erkenntnis legt den Schluß nahe, daß zur Beruhigung der Politiker die Bundesbank vor Wahlen rhetorisch zwar vorgibt, daß die von ihr gefahrene monetäre Politik relativ expansionär ist, daß sie ihre eigentliche monetäre Politik jedoch gegenüber politischem Druck abschirmt.
hoch
Nautz, Dieter
"Zur empirischen Relevanz des Monetären Modells für die Erklärung des DM/Dollar-Wechselkurses"
Diese Arbeit untersucht die empirische Relevanz des Monetären Modells für die Erklärung des DM/Dollar-Wechselkurses. Dabei zeigt sich, daß der in der neueren empirischen Literatur übliche Testansatz (reduced form approach) zu unplausiblen Parameterrestriktionen und zu ineffizienten Schätzungen der zugrundeliegenden Geldnachfragefunktionen führt. Das Monetäre Modell liefert nur dann eine gute Anpassung an die Entwicklung des Wechselkurses, wenn die Wechselkursgleichung in ihrer strukturellen Form geschätzt wird. Die Analyse der strukturellen Gleichungen des Monetären Modells erleichtert die ökonomische Interpretation der Wechselkursgleichung und vermindert die Gefahr statistischer Artefakte. (JEL F31, F37)
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Arnold, Lutz
"Kreditrationierung, Arbeitslosigkeit und Konjunkturfluktuationen"
Greenwald und Stiglitz schlagen vor, Konjunkturfluktuationen durch das Zusammenspiel von Unvollkommenheiten in Kapitalmarkt und Arbeitsmarkt zu erklären: Wegen Kapitalmarktunvollkommenheit schwankt die Arbeitsnachfrage der Unternehmen mit ihrer Eigenkapitalausstattung; wegen Arbeitsmarktunvollkommenheit schwanken mit der Arbeitsnachfrage auch Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Dabei machen Greenwald und Stiglitz von der Annahme Gebrauch, daß die Firmen bankrottscheu sind; das ist der Grund, weshalb bei weniger Eigenkapital, mithin akuterem Bankrottrisiko, ihre Arbeitsnachfrage abnimmt. In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, daß diese eher unkonventionelle Annahme abdingbar ist: Statt ihrer kann man unterstellen, daß bankrottaverse Banken auf Änderungen der Bilanzposition der Unternehmen mit Änderungen im Ausmaß der Kreditrationierung reagieren. Die Verwandtheit der beiden Ansätze wird pointiert, indem ein Modell entwickelt wird, in dem beide Ansätze zu exakt identischen Gleichgewichtswerten für Zins, Kreditvolumen, Lohn, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Produktion führen. (JEL E 32)
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Dankenbring, Henning
"Schätzungen von Volatilitätsfunktionen des kurzfristigen Zinssatzes unter Verwendung von deutschen Daten"
Der vorliegende Artikel testet verschiedene Spezifikationen zur Modellierung des Euro-DM-3-Monats-Zinssatzes, wobei die Hypothese einiger Modelle, der zufolge der Daten generierende Prozeß nicht-stationär und somit die Teststatistik nicht standardmäßig verteilt ist, Berücksichtigung findet. Die theoretisch vorgegebene Anzahl von einer eigenen Verzögerung in der Mittelwertgleichung wird durch den robusten Lagrange-Multiplikator-Test bestätigt. Im Gegensatz zu Untersuchungen auf der Basis von Daten des US-amerikanischen Geldmarktes zeigt sich, daß die Volatilität entweder in Abhängigkeit vom Zinsniveau oder von Informationsschocks zu modellieren ist. Eine Berücksichtigung beider Effekte führt zu einer Überparametrisierung des Modells. Abschließend wird für den Euro-DM-3-Monats-Zinssatz ein AR(1)-Modell mit stochastischer Volatilität vorgeschlagen.
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Steinle, Claus und Ahlers, Friedel und Rutter, Christoph
"Zukunftsforschung und Strategieentwicklung in Finanzdienstleistungsunternehmungen: Konzept, empirisches Schlaglicht und Gestaltungsoptionen"
Dieser Beitrag stellt einen Übersichtsartikel zum Komplex der Zukunftsforschung im Finanzdienstleistungssektor dar. Ausgehend von einer empirischen Umfrage in Finanzinstituten (Deutschland, Österreich, Schweiz) werden Konzepte und Gestaltungsoptionen speziell auf die organisatorische Eingliederung von Zukunftsforschungseinrichtungen bei Finanzdienstleistungsunternehmungen behandelt. Dabei soll gezeigt werden, wie der Prozeß der Strategieentwicklung durch Zukunftsforschungsaktivitäten sinnvolle Implikationen und Anstöße erfahren kann. Angesichts einer betonten Praxisorientierung liefern die Ausführungen aktuelle Erkenntnisse über den gegenwärtigen Entwicklungsstand des bislang in der wissenschaftlichen Literatur noch größtenteils verborgen gebliebenen Teilbereichs der Gestaltungsmöglichkeiten innerbetrieblicher Zukunftsforschung in der Finanzdienstleistungsindustrie. (JEL M 10)
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