Herz, Bernhard
The Logic of Twin Debt and Currency Crises
Plötscher, Michael und Seidel, Tobias und Westermann, Frank
Fiskalpolitik in Deutschland: Eine empirische Analyse am Beispiel des Vorziehens der Steuerreform
Schmidt, Robert und Wollmershäuser, Timo
Sterilized Foreign Exchange Market Interventions in a Chartist-Fundamentalist Exchange Rate Model
Scholz, Hendrik und Baule, Rainer und Wilkens, Marco
Innovative Turbo-Zertifikate am deutschen Kapitalmarkt - Preisstellung, Bewertung, Hedging und Gewinnpotenzial
Hahn, Franz R.
The Effects of Bank Capital on Bank Credit Creation - Panel Evidence from Austria
Kann, Johann Sebastian und Mundstein, Sascha
"Bank-based"-Modell schafft Finanzmarktstabilität - Erkenntnisse am Beispiel Österreich
Hallensleben, Philip Moritz Valentin
Interpretationsprobleme der Zwei-Säulen-Strategie der Europäischen Zentralbank
(Emil Usmanov)
Wöster, Christoph
Die Bewertung von Convertible und Exchangeable Bonds bei stochastischer Zinsentwicklung
(Wolfgang Breuer)
Herz, Bernhard
"Die Logik von Zwillings-Währungs-Schuldenkrisen"
Während es zu den bekannten Zwillings-Währungs- und Bankenkrisen zahlreiche Studien gibt, wurde eine anderen Form der Zwillingskrise, das gleichzeitige Auftreten von Währungs- und Schuldenkrisen, in der Literatur bisher vernachlässigt. Die Entscheidungen einer Regierung, die Währung abzuwerten und die Schulden nicht zurückzuzahlen, sind über die intertemporale Budgetrestriktion der Regierung und die Erwartungen der Marktakteure eng miteinander verbunden. Auf der einen Seite besteht zwischen Schulden- und Währungskrisen eine negative Beziehung, da ein Zahlungsausfall die fiskalische Belastung des Staates verringert und damit auch eine Währungskrise weniger wahrscheinlich macht. Dies gilt entsprechend für die Entlastungswirkung einer Währungskrise. Auf der anderen Seite sind Währungs- und Schuldenkrisen auch positiv miteinander verbunden, da ein erwarteter Zahlungsausfall des Staates die fiskalische Belastung über steigende Zinsen erhöht und damit auch das Risiko einer Währungskrise vergrößert.
hoch
Plötscher, Michael und Seidel, Tobias und Westermann, Frank
"Fiskalpolitik in Deutschland: Eine empirische Analyse am Beispiel des Vorziehens der Steuerreform"
Wir zeigen in diesem Artikel, dass der gemessene Multiplikatoreffekt von Fiskalpolitik für Deutschland zwar statistisch signifikant, aber nur von geringer Größe ist. So führt zum Beispiel die Erhöhung der Staatsausgaben um 1 Euro innerhalb des ersten Jahres zu einem positiven Effekt von 1,37 Euro auf das Bruttoinlandsprodukt, eine Steuererhöhung zu einem negativen Effekt von -0,62 Euro. Mittelfristig geht der positive Effekt der Staatsausgabenerhöhung gegen Null, während sich der negative Effekt der Steuererhöhungen weiter auf -1,63 Euro verstärkt. Wir zeigen, dass diese vergleichsweise geringen Effekte vor allem auf die Reaktionen der Politikinstrumente untereinander zurückzuführen sind. Gegenfinanzierungsmaßnahmen und schnelle Rücknahmen von Politikmaßnahmen tragen wesentlich zu dem geringen Multiplikatoreffekt bei. In einer kontrafaktischen Analyse zeigen wir, dass der Keynesianische Staatsausgabenmultiplikator immerhin bei 2,44, der Steuereinnahmenmultiplikator bei -1,78 liegt, wenn man diese politökonomischen Reaktionsmuster ausblendet. Die Analyse basiert auf einem strukturellen VAR-(vektorautoregressiven) Modell. Als aktuelles Beispiel untersuchen wir die konjunkturellen Effekte der im Dezember 2003 beschlossenen Steuerreform auf das Bruttoinlandsprodukt in den folgenden Jahren (JEL E 62, E 65, H 50).
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Schmidt, Robert und Wollmershäuser, Timo
"Sterilisierte Devisenmarktinterventionen in einem Chartisten-Fundamentalisten-Wechselkursmodell"
Sterilisierte Devisenmarktinterventionen werden von den meisten Ökonomen als unwirksames wirtschaftspolitisches Instrument abgetan - und dies, obwohl viele Notenbanken regelmäßig davon Gebrauch machen. Im vorliegenden Beitrag argumentieren wir, dass diese Sichtweise aus der Verwendung von Wechselkursmodellen resultiert, die von effizienten Devisenmärkten ausgehen und in denen Wechselkursveränderungen durch Veränderungen von Fundamentaldaten erklärt werden. Aus empirischer Sicht lassen sich solche Wechselkursmodelle allerdings nur schwer bestätigen, weshalb eine Beurteilung der Wirksamkeit sterilisierter Devisenmarktinterventionen auf ihrer Basis unzulässig ist. Das Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die Wirksamkeit sterilisierter Devisenmarktinterventionen auf der Grundlage eines Chartisten-Fundamentalisten-Wechselkursmodell zu untersuchen. Wir zeigen, dass die Wendepunkt zwischen Auf- und Abwertungsphasen früher eintreten und dass Abweichungen vom fundamentalen Wechselkurs deutlich reduziert werden können.
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Scholz, Hendrik und Baule, Rainer und Wilkens, Marco
"Innovative Turbo-Zertifikate am deutschen Kapitalmarkt - Preisstellung, Bewertung, Hedging und Gewinnpotenzial"
Ein Überblick über in Deutschland emittierte Turbo-Zertifikate zeigt den enormen Erfolg dieser Finanzinnovation. In diesem Beitrag werden Long- und Short-Zertifikate bewertet und analysiert. Im Mittelpunkt steht dabei die jüngst von einigen Emittenten offen kommunizierte Preisstellung während der Produktlaufzeit als zentrale innovative Produkteigenschaft. Über eine mögliche Hedging-Strategie wird das hohe Gewinnpotenzial der Emittenten in Abhängigkeit von der Laufzeit der Zertifikate aufgezeigt. (JEL G 10, G 13, G 21)
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Hahn, Franz R.
"Auswirkungen von Bankeigenkapital auf das Kreditangebot Panel-ökonometrische Evidenz für Österreich"
Dieser Artikel untersucht die quantitativen Auswirkungen von risiko-gewichtetem Bankeigenkapital auf das Wachstum von Bankenkrediten in Österreich. Die Untersuchungsperiode umfasst die Jahre 1996 bis 2000. Die Panel-ökonometrische Analyse erfolgt auf der Grundlage von Jahresbilanzdaten von 750 österreichischen Universalbanken. Das Regressionsmodell berücksichtigt verschiedene angebots- und nachfrageseitige Einflussfaktoren, um die Wirkung von Bankeigenkapital auf das Kreditangebot von anderen Bestimmungsgrößen zu isolieren. Die analytischen Ergebnisse stützen die Hypothese, dass risikogewichtetes Eigenkapital einen (quantitativ geringen) negativen Einfluss auf das Kreditwachstum ausübt. Dieses Ergebnis ist im Einklang mit der "liquidity creation"-Theorie von Diamond/ Rajan (2000, 2001).
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