Klump, Rainer
Inflation, Factor Substitution and Growth
Fink, Gerhard und Haiss, Peter und Kirchner, Herwig
Die Finanzierung über Anleihenemissionen und Zusammenhänge zum Wirtschaftswachstum
Borbély, Dora und Meier, Carsten-Patrick
Assessing Macroeconomic Forecast Uncertainty: An Application to the Risk of Deflation in Germany
Frerichs, Hergen
Does Pooling of Financial Statements and Default Data across Specialized Banks Improve Internal Credit Rating Systems?
Berg, Tobias und Willershausen, Timo
Schätzung erwarteter Aktienrenditen auf Basis von Fremdkapitalmärkten
Mayer, Matija Denise
Venture Finance - Zur Finanzierung innovativer Unternehmen
(Rainer Stöttner)
Metzger, Martina
Wirtschaftspolitik und Entwicklung - Eine keynesianische Kritik des Strukturalismus und Neoliberalismus
(Mechthild Schrooten)
Klump, Rainer
"Inflation, Faktorsubstitution und Wirtschaftswachstum"
Jüngere empirische Studien über den Zusammenhang zwischen Inflation und Wachstum zeigen, dass Inflation auch schon bei relativ geringen Raten negative Wachstumseffekte besitzen kann. In der monetären Wachstumstheorie fehlt es jedoch an Erklärungen dafür. Wie im vorliegenden Beitrag gezeigt wird, können die negativen Wachstumseffekte von Inflation unter Rückgriff auf inflationsbedingte Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Substitutionselastizität erklärt werden. In einem einfachen Modell der monetären neoklassischen Wachstumstheorie lässt sich nachweisen, dass dieser Effekt normalerweise groß genug ist, um mögliche positive Wachstumseffekte der Inflation zu dominieren.
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Fink, Gerhard und Haiss, Peter und Kirchner, Herwig
"Die Finanzierung über Anleihenemissionen und Zusammenhänge zum Wirtschaftswachstum"
Die vorliegende Arbeit untersucht zum ersten Mal sowohl die Beziehung der Nettoemissionsvolumina der aggregierten Anleihen als auch der einzelnen Anleihensektoren separat zum Wirtschaftswachstum. Des Weiteren werden erstmals Quartalsdaten verwendet. Granger-Kausalitäten werden für Zeitreihen von 15 europäischen Ländern, die USA und Japan berechnet, um festzustellen, ob eine positive Beziehung zwischen der Entwicklung von Anleihenmärkten und dem Wirtschaftswachstum auch während eines kürzeren Betrachtungszeitraums existiert. Wenn sich signifikante Granger-Kausalitäten finden, dann in folgender Tendenz: Das Wirtschaftswachstum ist kausal zu den Nettoemissionsvolumina von Unternehmensanleihen und Anleihen von Finanzinstitutionen sind kausal zum Wirtschaftswachstum. (JEL E 44, O 16, O 40)
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Borbély, Dora und Meier, Carsten-Patrick
"Zum Abschätzen der Unsicherheit gesamtwirtschaftlicher Prognosen: Eine Anwendung auf das Risiko einer Deflation in Deutschland"
Der vorliegende Beitrag schlägt einen Ansatz zum Schätzen der Unsicherheit vor, die mit modellbasierten gesamtwirtschaftlichen Prognosen verbunden ist. Unserer Ansicht nach sollte dabei die Unsicherheit berücksichtigt werden, die sich aus der Wahl der Modellspezifikation anhand der Stichprobendaten ergibt. Um diese Unsicherheit systematisch zu berücksichtigen, formalisieren wir eine Modellauswahlroutine, die die Struktur der Verzögerungen eines empirischen Modells bestimmt und etwaige Ausreißer modelliert. Wir wenden diese, um den gesamten empirischen Modellauswahlprozess im Rahmen eines Bootstrap-Ansatzes stochastisch zu modellieren. Als Anwendung dienen uns Prognosen für den Preisindex der Lebenshaltung in Deutschland, unter spezieller
Berücksichtigung der Frage, ob es im Prognosezeitraum zu deflationären Tendenzen kommen wird
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Frerichs, Hergen
"Verbessert die Zusammenführung von Bilanz- und Ausfalldaten spezialisierter Banken die Qualität interner Kreditratingsysteme"
Mit der Inkraftsetzung der Basel-II-Regeln werden Banken die Möglichkeit haben, Ausfallwahrscheinlichkeiten für die Berechnung des regulatorischen Kapitals selbst zu schätzen. In der Europäischen Union werden die meisten Banken den auf internen Ratings basierten Ansatz umsetzen, da die meisten Firmenkunden keine externen Ratings besitzen. Basierend auf Daten der Deutschen Bundesbank und mithilfe eines Simulationsansatzes adressiert dieser Beitrag die Fragestellung, ob die Zusammenführung von Daten mehrerer Banken die Qualität der Ratingsysteme einzelner Banken verbessert, selbst wenn diese regional oder sektoral spezialisiert sind und die Zusammenführung unter Nichtberücksichtigung regionaler und sektoraler Faktoren erfolgt. Das Hauptergebnis ist, dass die Zusammenführung von Daten selbst unter diesen Bedingungen vorteilhaft für die meisten kleinen und mittelgroßen Banken ist, und zwar unabhängig von ihrer Spezialisierung.
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Berg, Tobias und Willershausen, Timo
"Schätzung erwarteter Aktienrenditen auf Basis von Fremdkapitalmärkten"
Im finanzwirtschaftlich geprägten Schrifttum werden zur Schätzung von erwarteten Aktienrenditen derzeit im Wesentlichen zwei Ansätze diskutiert: Die Schätzung anhand vergangener Renditen oder die implizite Bestimmung auf Basis von Cash-flow-Prognosen. Diese Ansätze besitzen jedoch eine Reihe von Nachteilen. Anzuführen sind hierbei insbesondere der fehlende Bezug auf aktuelle Marktdaten bei der Schätzung anhand historischer Renditen und die Probleme einer genügend akuraten Einschätzung zukünftiger Cash-flows verbunden mit der hohen Sensitivität der Schätzergebnisse bzgl. der Cash-flow-Prognose im Rahmen der DCF-Verfahren. In dieser Arbeit wird ein alternativer Ansatz auf Basis von Fremdkapitalbewertungen vorgestellt. Die Risikoneigung der Investoren wird dabei aus aktuellen Bondkursen und CDS-Spreads extrahiert. Über ein Strukturmodell wird darauf aufbauend ein Zusammenhang zur geforderten Marktrisikoprämie und damit zu erwarteten Aktienrenditen hersgestellt. Die Anwendung auf reale Marktdaten verdeutlicht die theoretischen Überlegungen und unterstreicht die konzeptionellen Vorteile dieses Ansatzes, wobei insbesondere die geringe Varianz der Schätzungen hervorzuheben ist. (JEL G 1, G 3).
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