Francke, Hans-Hermann
Kapitalmarkt- versus Bankenfinanzierung - Falsche Antworten auf das deutsche Dilemma
Morawski, Jaroslaw und Rehkugler, Heinz
Anwendung von Downside-Risikomaßen auf dem deutschen Wohnungsmarkt
Kleidt, Benjamin und Mayer-Friedrich, Matija D. und Schiereck, Dirk
Verfügbarkeitsheuristiken, Kompetenzeffekte und Renditeerwartungen von Rüstungsaktien während des Irak-Kriegs
Vondra, Klaus und Weiser, Harald
Die Diskussion um Prozyklizität versus Risikosensitivität im Basler Konsultationsprozess
Behr, Andreas
Firm Size Matters - An Analysis of Size Effects on Investment Using Firm-level Panel Data
Heinke, Volker G.
Determinanten des Underwriting Spread bei internationalen Anleiheemissionen
Scholand, Markus
Tripple Bottom Line Investing and Behavioral Finance. Investorenverhalten als Determinante der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte
(Henry Schäfer)
Burkhardt, Thomas und Körnert, Jan und Walther, Ursula (Hrsg.)
Banken, Finanzierung und Unternehmensführung. Festschrift für Karl Lohmann
(Michael Olbrich)
Morawski, Jaroslaw und Rehkugler, Heinz
„Anwendung von Downside-Risikomaßen auf dem deutschen Wohnungsmarkt“
Die Messung des Anlagerisikos ist für effiziente Kapitalinvestitionen notwendig, doch die Wahl des angemessenen Risikomaßes erweist sich als schwierig. Im vorliegenden Beitrag wird die Zweckmäßigkeit der Anwendung der so genannten Downside-Risikomaßen im Bereich der direkten Immobileninvestitionen diskutiert. Der Anlass ist eine nachweislich nicht-normale Verteilung der Renditen dieser Anlagen. Eine Untersuchung auf dem deutschen Wohnungsmarkt zeigt, dass die Nutzung dieser Risikomaße für einen Immobilieninvestor durchaus vorteilhaft sein kann, die Unterschiede zum traditionellen Volatilitätsansatz jedoch geringer ausfallen als erwartet. (JEL G11, R31)
hoch
Kleidt, Benjamin und Mayer-Friedrich, Matija D. und Schiereck, Dirk
“Verfügbarkeitsheuristiken, Kompetenzeffekte und Renditeerwartungen von Rüstungsaktien während des Irak-Kriegs“
Die Depotstrukturen privater Anleger weisen insgesamt ein erhebliches Defizit an Diversifikation auf, sodass im Sinne der Portefeuilletheorie nur ineffiziente Risiko-Rendite-Kombinationen realisiert werden. Während dieser Mangel mit Blick auf eine internationale Diversifikation als „Home Bias“ bezeichnet und schon recht intensiv untersucht wurde, gibt es bislang wenig Aufschluss darüber, welche inländischen Aktien warum in die Portefeuilles von Privatanlegern aufgenommen werden. Aus der Behavioral Finance kommt dazu die These: „Familiarity breeds investment“. Danach wählen Anleger vor allem Aktien aus, für die ihnen gut verfügbare Informationen vorliegen, bspw. Auch Aktien aus ihrem regionalen Umfeld.
Dieses Erklärungsmuster erscheint zwar intuitiv plausibel, lässt aber jeden Zusammenhang zur Portefeuilletheorie vermissen. Hier setzt unsere Analyse an, die argumentiert, dass Verfügbarkeit von Informationen zu einem erhöhten Gefühl der Kompetenz führt und die wahrgenommene Kompetenz sich in systematisch verzerrten Schätzungen von Parametern der Renditeverteilung bei Aktien niederschlägt. Die vorliegende Untersuchung analysiert diesen Kompetenzeffekt für deutsche und amerikanische Rüstungsaktien. Dazu wurden im Dezember 2002 und im März 2003 zivile Privatanleger und junge Bundeswehroffiziere nach ihren individuellen Renditeerwartungen zu diesen Aktien befragt.
Die Hauptergebnisse der Studie ergeben, dass die Erklärungen aus der Behavioral Finance für den Kompetenzeffekt auch hier in verschiedener Hinsicht Unterstützung finden. Es zeigt sich aber bspw. kein erhöhtes Kompetenzempfinden von mit Rüstungsgütern vertrauten Offizieren bei der Bewertung von Rüstungsaktien. (JEL D01, D84, G11)
hoch
Vondra, Klaus und Weiser, Harald
“Die Diskussion um Prozyklizität versus Risikosensitivität im Basler Konsultationsprozess - Eine empirische Schätzung der asset return correlation und der Ausfallwahrscheinlichkeit für Österreich“
Dieser Aufsatz beleuchtet die Entwicklung der grundlegenden Berechnungsformeln der Eigenkapitalunterlegung für Unternehmen im Rahmen von Base lI. Der Basler Ausschuss bezieht sich darin zwar auf theoretische Modelle zur Berechnung der notwendigen Eigenkapitalunterlegung, durch verschiedene Modifizierungen der Formeln stimmen diese jedoch mit der theoretischen Grundlage nicht mehr überein. Basierend auf einer Maximum-Likelihood-Schätzung für Österreich kommen wir zu dem eindeutigen Ergebnis, dass der Basler Ausschuss die Berechnungsformeln nach dem primären Ziel einer durchschnittlichen Kapitalunterlegung von 8 % und nicht nach theoretisch-empirischen Vorgaben determiniert haben muss. Damit stellt sich erneut die Frage nach den treibenden Motiven, welche hinter der jetzigen Berechnungsmethode stecken. (JEL G20, C51)
hoch
Behr, Andreas
“Größeneffekte im Investitionsverhalten - Eine Untersuchung auf Basis von Mikrodaten“
Im Rahmen der Q-Theorie wird der Einfluss der Unternehmensgröße auf das Investitionsverhalten von Unternehmen untersucht. Die Datenbasis bilden Bilanzdaten von 2314 Unternehmen der Jahre 1987 bis 1998. Als deskriptiver Befund ergibt sich, dass kleinere Unternehmen im Vergleich zu größeren Unternehmen deutlich höhere Investitionsraten aufweisen. Dynamische Panelschätzungen zeigen einen signifikant negativen Einfluss der Unternehmensgröße auf die Investitionstätigkeit. Der Größeneffekt ist auch innerhalb von Unternehmensgrößenklassen und Sektoren signifikant negativ. Für den Cash-flow zeigt sich, selbst für die Gruppe der kleinsten Unternehmen, ein nur sehr schwacher Einfluss auf das Investitionsverhalten.
hoch
Heinke, Volker G.
„Determinanten des Underwriting Spread bei internationalen Anleiheemissionen“
Der Beitrag untersucht erstmalig empirisch die Einflussfaktoren der Übernahmeprovision (Underwriting Spread) der emissionsführenden Banken bei der Begebung von internationalen Anleihen. Der Underwriting Spread stellt die Kompensation der Investmentbank für verschiedene Dienstleistungen und die Risikoübernahme dar. Die empirische Analyse der Bestimmungsfaktoren für diesen, wesentlichen Bestandteil der Emissionskosten von Unternehmen wurde am deutschen Segment des Euromarkt bislang vernachlässigt. Anhand univariater Analysen und multipler Regressionen werden die verschiedenen, hypothetischen Einflussfaktoren des Underwriting Spread getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass Emissionen mit niedrigerem Credit Rating, längeren Laufzeiten und größeren Emissionsvolumina höhere Übernahmeprovisionen verursachen. Die Provisionen sinken dagegen mit der Emissionshäufigkeit des Emittenten und der Anzahl involvierter Emissionsbanken im Konsortium. Emissionen deutscher Emittenten besitzen einen signifikanten Kostenvorteil am internationalen Primärmarkt. (JEL G15, G21, G24)
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