Bernd, Rudolph
Kreditrisikotransfer - Abbau alter gegen den Aufbau neuer Risiken?
Buhl, Hans Ulrich and Faisst, Ulrich and Pfaller, Ralph
Allokation der Ausfälle von Studiengebührendarlehen
Hempell, Hannah Sabine
Credit Constraints in the Euro Area? - Bankers' Perceptions. Analysis of First Results from the Bank Lending Survey of the Eurosystem
Bessler, Wolfgang and Stanzel, Matthias
Qualität und Effizienz der Gewinnprognosen von Analysten. Eine empirische Untersuchung für den deutschen Kapitalmarkt
Bigus, Jochen
Die ökonomischen Kosten von Kreditsicherheiten im Zweigläubigerfall
Calza, Alessandro and Sousa, Joao
Why has Broad Money Demand been More Stable in the Euro Area than Other Economies? A Literature Review
Luchtmeier, Hendrik
Dollarisierung und Euroisierung (Bernd Kempa)
Buhl, Hans Ulrich and Faisst, Ulrich and Pfaller, Ralph
„Allokation der Ausfälle von Studiengebührendarlehen“
In naher Zukunft werden rund 1,5 Millionen Studierende in Deutschland Studiengebühren entrichten müssen, da mittlerweile acht Bundesländer deren Erhebung beschlossen haben. Die Bundesländer sind – nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts – bei Erhebung von Studiengebühren zur Schaffung von sozialverträglichen Darlehensangeboten an ihre Studierenden verpflichtet. Bei diesen Darlehen ist jedoch mit erheblichen Rückzahlungsausfällen zu rechnen, die voraussichtlich von den Hochschulen getragen werden müssen. Es stellt sich die Frage, welche axiomatischen Anforderungen an eine faire Allokation der Ausfälle auf die Hochschulen zu stellen sind und wie entsprechende Modelle gestaltet werden können. Mögliche Lösungsansätze reichen von einem „Marktmodell“, bei dem die betrachtete Hochschule alle entstehenden Ausfälle eigenverantwortlich trägt, bis hin zu einem „Sozialismusmodell“, bei dem die Ausfälle über alle beteiligten Hochschulen gleich verteilt und somit vollständig kollektiv getragen werden. Schließlich wird in einem „Lenkungsmodell“ eine axiomatisch fundierte faire Umverteilungsfunktion vorgestellt, die eine Kombination aus Markt- und Sozialismusmodell ermöglicht. Der Beitrag richtet sich zugleich an die betriebswirtschaftliche Praxis, die Wissenschaft und die Politik.
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Hempell, Hannah Sabine
“Kreditrestriktionen im Eurogebiet? - Perspektiven der Banker.
- Analyse erster Ergebnisse des Bank Lending Survey des Eurosystems”
Schwaches Kreditwachstum kennzeichnete den Beginn dieses Jahrzehnts im Eurogebiet, vor allem aber weiterhin die Lage in Deutschland, und ging einher mit dem unvermeidbaren, regelmäßigen Auftauchen des Dämons „Kreditklemme“ - nicht nur in der Presse. Neue Informationen über potentielle Kreditrestriktionen bietet der vierteljährliche Bank Lending Survey (BLS) des Eurosystems. Aus den Einzeldaten dieser Umfrage extrahieren wir gemeinsame, treibende Faktoren, die die Veränderung der Kreditstandards und der Nachfrage nach Krediten beeinflussen. Unsere Ergebnisse deuten nicht auf den zuvor erwähnten Dämon, jedoch finden wir gewisse Hinweise auf Kreditrestriktionen.
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Bessler, Wolfgang and Stanzel, Matthias
„Qualität und Effizienz der Gewinnprognosen von Analysten. Eine empirische Untersuchung für den deutschen Kapitalmarkt“
In dieser Studie wird die Qualität der individuellen Gewinnprognosen von Finanzanalysten sowie deren Effizienz relativ zu einer naiven Random-Walk-Prognose untersucht. Die Datenbasis für die Untersuchung umfasst 171.281 Gewinnprognosen für Unternehmen des deutschen Kapitalmarktes. Die empirischen Ergebnisse für den Zeitraum von 1995 bis 2004 deuten darauf hin, dass die Analysten nur bedingt bessere Prognosen liefern als eine einfache naive Prognose. Insgesamt sind die Prognosen der Finanzanalysten ungenau und positiv verzerrt und der naiven Prognose lediglich bis zu einem Prognosehorizont von ca. 12 bis 15 Monaten überlegen. Analysten des deutschen Kapitalmarktes unterliegen einem Überoptimismus und einer Überreaktion auf neue Informationen. Allerdings existieren in den empirischen Ergebnissen signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Prognosehorizonten, den Kalenderjahren, den Fiskaljahren und den Industriesektoren. Zudem beeinflusst eine Veränderung der der Gewinnentwicklung der Unternehmen die Ergebnisse signifikant. Auch ergeben sich Hinweise auf ein Earnings Game zwischen Analyst und Unternehmensmanagement. Obwohl die Analystenprognosen zumindest teilweise eine höhere Qualität als die naiven Prognosen aufweisen, sind sie als nicht bedingt effizient zu bezeichnen. Überraschenderweise berücksichtigen die Analysten nicht alle Informationen, die in der naiven Prognose enthalten sind. (JEL G14, G24)
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Bigus, Jochen
„Die ökonomischen Kosten von Kreditsicherheiten im Zweigläubigerfall“
Im Schrifttum werden Kreditsicherheiten vorwiegend positiv beurteilt, gerade weil sie Anreizprobleme entschärfen. Kreditsicherheiten können aber auch Anreizprobleme hervorrufen, wenn es zwei unterschiedliche Gläubigerparteien gibt, etwa Banken und Lieferanten. Dieser Beitrag präsentiert ein Modell zum Problem der ineffizienten Gläubigerbefriedigung: Der Unternehmer befriedigt einen Gläubiger (z.B. die Bank), der über eine Bürgschaft des Unternehmers verfügt, aus dem Unternehmensvermögen, um sein Privatvermögen zu schonen. Das Ausfallrisiko des Lieferanten erhöht sich, wenn seine Forderung nicht vollständig gesichert ist. Der Lieferant wird das Anreizproblem antizipieren und möglicherweise das Leistungsangebot beschränken. Ein vorteilhaftes Projekt wird dann eventuell nicht durchgeführt (Unterinvestition). (G33)
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Calza, Alessandro and Sousa, Joao
„Warum ist die Nachfrage nach Geldmengenaggregaten in weiter Abgrenzung im Euro-Raum stabiler als in anderen Währungsgebieten? Ein Überblick auf der Grundlage der Fachliteratur“
Dieser Aufsatz beleuchtet auf der Grundlage eines Überblicks über die Fachliteratur die Faktoren, die als Erklärung dafür gelten können, dass die Nachfrage nach Geldmengenaggregaten in weiter Abgrenzung im Euro-Raum im Allgemeinen stabiler ist als in anderen großen Volkswirtschaften wie Japan, Vereinigte Staaten und Vereinigtes Königreich. In diesem Aufsatz wird die Schlussfolgerung gezogen, dass es für diese Tatsache drei wichtige Erklärungsansätze gibt. Erstens handelte es sich bei einigen Quellen von Instabilität in der Geldnachfrage außerhalb des Euro-Gebietes um landesspezifische Phänomene. Zweitens hat es den Anschein, dass die Finanzinnovation einen schwächeren Einfluss auf die Geldnachfrage im Euro-Raum ausgeübt hat im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften. Eine dritte Erklärung besteht darin, dass sich Stabilitätsgewinne aus einer Aggregierung der Geldnachfrage der einzelnen Mitgliedsländer des Euro-Raums ergeben haben.
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